Demo während China-Besuchs in der Schweiz

Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen ist in Bern der chinesische Premierminister Wen Jiabao empfangen worden. Die Polizei nahm mehrere Aktivisten fest, die am Rand des Bundesplatzes gegen die Tibet-Politik Chinas demonstrierten.

Dieser Inhalt wurde am 27. Januar 2009 - 18:58 publiziert

Der Premierminister Chinas wurde in Bern von einer Viererdelegation des Bundesrats empfangen. Bei der Ankunft der chinesischen Gäste versammelten sich nach Polizeiangaben 100 bis 200 Schaulustige sowie rund 50 bis 80 Demonstranten am Rand der Sperrzone. Exil-Tibeter skandierten Parolen und forderten auf kleinen Transparenten "Free Tibet".

Die Berner Kantonspolizei nahm 21 Personen vorübergehend fest. Trotz mehrmaliger Aufforderung habe die Gruppe die Abschrankungen am Rand des Bundesplatzes nicht verlassen, so die Polizei. Zu Ausschreitungen kam es nicht. Am Abend waren die Verhafteten laut der Polizei alle wieder auf freiem Fuss.

Beim Arbeitsbesuch der chinesischen Delegation kamen die bilateralen Beziehungen der beiden Länder sowie die wirtschaftliche Lage im Zusammenhang mit der Finanzkrise zur Sprache.

China erklärte sich bereit, noch in diesem Jahr eine Machbarkeitsstudie für ein Freihandelsabkommen mit der Schweiz abzuschliessen. Dies begrüsse die Schweiz sehr, sagte Bundespräsident Hans-Rudolf Merz.

Zudem unterzeichneten Wirtschaftsministerin Doris Leuthard und der chinesische Handelsminister Chen Deming ein Investitionsschutz-Abkommen.

Ein Eklat wie beim Staatsbesuch 1999 des damaligen chinesischen Präsidenten Jiang Zemin in Bern sollte sich in diesem Jahr nicht wiederholen. Deshalb hatte die Polizei das Gebiet um den Bundesplatz grossräumig abgesperrt.

Am Mittwoch reist die chinesische Delegation weiter ans Weltwirtschafts-Forum WEF in Davos.

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