3 Schweizer an Tour de France
Von den 189 Fahrern, die an der Tour de France dabei sind, hat nur einer wirklich gute Aussichten auf den Sieg: Lance Armstrong. Die Schweizer haben kaum Chancen.
Laurent Dufaux, Beat Zberg und Rubens Bertogliati sind die einzigen Schweizer am bedeutendsten Sportereignis nach den Olympischen Spielen und der Fussball-Weltmeisterschaft.
Dufaux, 1996 der letzte Schweizer Etappensieger, wird in der Alessio-Mannschaft eine der Captain-Rollen beanspruchen, Zberg (für Leipheimer) und der junge Bertogliati (Lampre) werden sich in den Dienst ihrer Equipen stellen müssen.
Dufaux will in den Bergen vorne dabei sein und strebt mindestens einen Etappensieg an. Nach 2001 rollt die Tour de France (TdF) zum zweiten Mal mit nur drei Schweizern an.
Der Grund ist einfach: Sven Montgomery ist krank, Oscar Camenzind wurde mit seinem «Phonak»-Team nicht eingeladen. Das gleiche Schicksal erlitt Mitfavorit Alex Zülle mit «Team Coast». Dort dabei wären auch Mauro Gianetti, Niki Aebersold und Rolf Huser.
Armstrongs Gegner in Dopingfalle
Der 31-jährige texanische Tour-Favorit Lance Armstrong hat sich wie immer seriös auf das Grossereignis vorbereitet, derweil sich seine mutmasslich schärfsten Konkurrenten selber ins Abseits stellten.
Der Deutsche Jan Ullrich, der stärkste Herausforderer des Amerikaners, ruinierte sich zunächst mit exzessivem Krafttraining das Knie und macht zurzeit mit Doping-Verdacht Schlagzeilen.
Der Italiener Gilberto Simoni, vor einem Jahr Sieger des Giro d’Italia, suchte den Kick mit Kokain und geriet in die Fänge der Dopingfahnder.
Dessen Landsmann Stefano Garzelli schliesslich, Vorgänger von Simoni als Giro-Gewinner, wurden 20 Milliardstelgramm des Doping-Verschleierungs-Mittels Probenecid zum Verhängnis.
Testrennen gewonnen
Armstrong wird alles daran setzen, als Rekordsieger mit sechs Triumphen in die Geschichte einzugehen. Der Texaner hörte auch im Winter nie auf zu trainieren, und mit Siegen in den Vorbereitungs-Etappenrennen Dauphiné Libéré und Midi Libre bestand er die Formtests mit Bravour.
TdF – die Route
Die Tour de France 2002 führt in 20 Teilstücken im Gegenuhrzeigersinn über 3300 km, umfasst sechs Hochgebirgsetappen mit fünf Bergankünften, zehn flache Tagesabschnitte, zwei Einzelprüfungen gegen die Uhr und ein Mannschaftszeitfahren.
Die ersten neun Etappen werden in Luxemburg, Deutschland und Nordfrankreich ausgetragen, die Pyrenäen werden vor den Alpen passiert. Erstmals in die Berge führt der Parcours in der 11. Etappe, zuvor sind die Sprinter und Roller am Zug.
swissinfo und Agenturen
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