7. Rang, ein Erfolg
Die Schweizer Degenfechter errangen bei den Europameisterschaften in Moskau als Siebente das beste Ergebnis im Teamwettkampf seit zehn Jahren.
Die Schweizer, nur zu dritt angetreten, überzeugten vor allem gegen den WM-Zweiten Estland (45:36-Sieg im Achtelfinal) und den Weltmeister Ungarn im Klassierungsgefecht um den 7. Rang.
Zum Auftakt hatten der Olympia-Vierte Marcel Fischer, der WM-Zweite Basil Hoffmann und Michael Kauter im Sechzehntelfinal Dänemark erwartungsgemäss bezwungen.
«Wir waren sehr dicht dran», bilanzierte Nationaltrainer Rolf Kalich. Die Niederlage im Viertelfinal gegen Weissrussland war mit 41:45 in der Tat sehr knapp.
An den WM im letzten Jahr in Nîmes hatten die Schweizer die Weissrussen noch bezwingen können. Matchwinner für die Osteuropäer war Weltmeister Witali Zacharow, der alle seine Gefechte gewann.
In den Klassierungsgefechten gab es gegen Schweden (41:45) zunächst eine knappe Niederlage. Im Kampf um den 7./8. Rang bezwangen die Schweizer indes die Weltmeister aus Ungarn 45:43. Es war der erste Sieg gegen die Osteuropäer seit zehn Jahren.
Während Hoffmann und Kauter bereits in den Einzelgefechten zum Einsatz gekommen waren, traf Fischer erst am Freitag für den Teamwettkampf in der russischen Hauptstadt ein. Gar nicht zu den EM gereist war Benjamin Steffen. Der Sportstudent steckt zur Zeit mitten in Prüfungen.
Trainer Kalich zog eine positive Bilanz. «Wir waren nur zu dritt und hatten keine Auswechselmöglichkeit, deshalb können wir zufrieden sein.»
Um sich aber für die Olympischen Spiele 2004 in Athen zu qualifizieren, braucht es bei der WM im nächsten Jahr in Havanna den 5. Rang. «Wir haben durchaus noch Reserven», meinte Kalich, «der Mannschaft gehört die Zukunft.»
swissinfo und Agenturen
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