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Ab 2004 Arzt-Einheits-Tarif

Im ganzen Land der gleiche Tarif für alle Arztleistungen. Keystone

Die Ärzte und die Krankenkassen haben sich endlich auf einen Einheits-Tarif für die ganze Schweiz geeinigt. Günstiger wird das Gesundheitswesen aber deswegen nicht.

Nach jahrelangen Verhandlungen hat die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) und der Krankenkassenverband Santésuisse am Mittwoch den sogenannten Tarmed-Rahmenvertrag unterzeichnet.

Tarmed wird der neue Einheits-Tarif für alle ambulanten ärztlichen Leistungen in den Spitälern und Arzt-Praxen. Der bisherig gebräuchliche Arzt-Tarif war von Kanton zu Kanton verschieden.

Bereits 1987 starteten die Ärtztevereinigung FMH, der Bund und das Krankenkassen-Konkordat (heute Santésuisse) das Projekt für einen Einheitstarif. Auch die Volksabstimmung 1994, welche das Krankenversicherungs-Gesetz revidierte, verlangte nach einer national einheitlichen Tarif-Struktur.

Kostenneutralität erfordert weitere Diskussionen

Durch die Einführung von Tarmed soll es zu keiner Kostensteigerung oder Kostensenkung kommen: Die Kostenneutralität wird über die Festsetzung des sogenannten Taxpunktwertes gesteuert. Dieser Starttaxpunkte-Wert müsse jetzt in den Kantonen festgelegt werden, teilten die Verhandlungspartner mit.

Jede der rund 4600 im Tarmed enthaltenen Arztleistungen ist mit Taxpunkten für die ärztlichen und technischen Leistungen bewertet. Allgemein wird die intellektuelle Leistung höher bewertet als die technischen Leistungen.

FMS gegen FMH

Vor allem die 6000 Spezialärzte liefen Sturm gegen den ersten Entwurf, der ihrer Ansicht nach ihre Arbeit zu niedrig einstufte.

Die invasiv tätigen FMS-Ärzte hatten in ihrer Urabstimmung mit rund 90 Prozent Nein-Stimmen die neuen Tarife abgelehnt. Sie wurden aber von den Mitgliedern des Dachverbandes FMH im März 2002 überstimmt; sie hatten Tarmed in einer Urabstimmung mit 63 Prozent genehmigt.

Verschobener Start

Was den Start von Tarmed betrifft, so wollen Santesuisse und der Verband der Spitäler diesen erst auf Anfang 2004 einführen. Die Verschiebung um ein Jahr begründen sie im vergangenen Mai dem Bund mit EDV-Problemen.

swissinfo und Agenturen

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