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Bucher und Bitzi weiter

André Bucher lief wie man ihn kennt - am Anfang vorne weg. Keystone

Der Schweizer 800m-Weltmeister André Bucher und der Hürdensprinter Ivan Bitzi haben bei den Europameisterschaften den Einzug in die Halbfinals geschafft.

Die Bilanz der Schweizerinnen und Schweizer in München war bisher nicht gerade berauschend. Trotz Trainingsrückstand des 800-m-Weltmeisters konzentrieren sich die Hoffnungen nun auf André Bucher.

Schneller waren in seinem Vorlauf nur der deutsche Meister René Herms, der in 1:47,08 siegte, und der dänische Weltrekord-Halter Wilson Kipketer. Bucher bestimmte in seinem Vorlauf bis zur 600-m-Marke das Tempo, ohne allerdings eine Vorentscheidung herbeizuführen.

Bucher hielt auch im Schlussspurt durch

Im Endspurt konnte der von einem Stauchungsbruch wieder genesene Weltmeister im Gegensatz zu seinem ersten Saisonrennen vor drei Wochen in Monaco das Tempo halten und den dritten Platz sicher behaupten. Dies bedeutete die direkte Qualifikation für die Halbfinals vom Samstag.

In Topform präsentierten sich neben Kipketer auch die Medaillenanwärter Nils Schumann oder der WM-Dritte Pawel Czapiewski. Olympiasieger Schumann erreichte die schnellste Zeit der insgesamt 28 Teilnehmer und der Pole Czapiewski liess für einige Meter seine unglaubliche Spurtstärke aufblitzen, als er innert kürzester Zeit vom Schluss des Feldes an die Spitze vorstiess. Bucher erreichte in einem regelmässigen Lauf die sechstbeste Zeit.

Nächstes Ziel: Final

«Jetzt freue ich mich auf den Halbfinal vom Samstag», sagte Bucher. Der Vorlauf war nach seinen Vorstellungen verlaufen: «Ich wollte ein langsames Rennen verhindern, damit ich nicht im Sprint ausscheide», sagte der Weltmeister. 200 m vor dem Ziel hatte er «eine leicht kritische Situation zu überstehen, als ich eingeklemmt zu werden drohte», sagte er.

Aber insgesamt sei dies ein guter Einstieg in die EM gewesen. Buchers Zielsetzung hat sich nicht verändert: «Ich will den Final erreichen und dann einmal schauen.» Entscheidend für den weiteren Verlauf wird für Bucher sein, wie gut er sich vom Vorlauf und allenfalls vom Halbfinal erholen kann.

Bitzi über die Zeit in den Halbfinals

Nach André Bucher hat sich mit Ivan Bitzi ein weiterer Luzerner für die Halbfinals vom Samstag qualifiziert. Der Hürdensprinter schafftte in 13,72 Sekunden als 13. unter 34 Teilnehmern über die Zeit den Vorstoss unter die besten 16.

Bitzi kam in der dritten von fünf Serien ausgezeichnet aus den Blöcken. An der 4. Hürde touchierte er dann leicht mit Bahnnachbar Jan Schindzielorz (De) und büsste etwas an Schwung ein. Die Behinderung nahm Bitzi allerdings kaum wahr.

Steigerungsmöglichkeiten für die nächste Runde seien durchaus noch vorhanden, meinte der Läufer aus Horw, der sein Training dieses Jahr mehrheitlich mit deutschen Athleten absolviert hatte. «Ich kann zwischen den Hürden noch agressiver laufen. Da liegt noch viel drin.»

Es stimme ihn zuversichtlich, dass trotz des nicht optimalen Laufes eine Zeit von 13,72 herausgeschaut habe.

Bitzi hat in dieser Saison mit 13,59 eine persönliche Bestzeit aufgestellt. Für eine Finalteilnahme müsste der 27-jährige Horwer wohl den Schweizer Rekord von Raphaël Monachon, 13,48 Sekunden im Jahr 2000, brechen.

swissinfo und Agenturen

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