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Cuche hervorragender Zweiter

Didier Cuche (l) auf dem Podest zusammen mit Stephan Eberharter und Hans Knauss (r). Keystone

In der Abfahrt will es nicht klappen, doch im Riesenslalom sorgt Didier Cuche für Erfolgserlebnisse. Nach dem Sieg in Adelboden fehlten in St. Moritz nur 2/100 zum erneuten Triumph.

Der überragende Athlet war aber Stephan Eberharter, der nach fünf Siegen in der Abfahrt und drei im Super-G nun auch im Riesenslalom erstmals gewann. Mit diesem 9. Saisonerfolg baute der Österreicher seine Führung im Weltcup auf praktisch uneinholbare 456 Punkte aus.

Der 2. Platz von Didier Cuche war jedoch so viel wert wie ein Sieg. Nach dem Debakel in der Abfahrt richtete er mit diesem Resultat das Schweizer Team wieder auf. «Das gibt den nötigen Schub für die Olympischen Spiele», freute sich Cheftrainer Dieter Bartsch. Und «Riesen»-Chef Osi Inglin meinte: «Damit wird uns die Arbeit in Salt Lake City erleichtert.»

0,04 – 0,02 – 0,02 Sekunden

Zum dritten Mal in diesem Winter musste sich Didier Cuche nur um Hundertstelsekunden geschlagen geben. Im ersten Super-G von Val d’Isère war Stephan Eberharter um 0,04 Sekunden schneller, im Super-G von Garmisch um 0,02 Sekunden und nun im Riesenslalom von St. Moritz erneut 0,02 Sekunden. Das sind umgerechnet etwa 50 Zentimeter.

Cuche, der nach dem ersten Lauf erst Siebenter gewesen war, trug’s mit Fassung: «Ich habe meine Siegeschance durch zwei grosse Fehler im ersten Lauf vergeben», sagte der Neuenburger, «ich trauere deshalb nicht den verlorenen Hundertsteln nach. Im nächsten Rennen kann’s wieder umgekehrt sein.»

Gute Ausgangslage für Cuche – MvG noch angeschlagen

Didier Cuche stand in den vier Weltcup-Super-G dieses Winters jedesmal auf dem Podest und in den sieben bisherigen Riesenslaloms dreimal (in den letzten drei Rennen immer). Auch in der Abfahrt, wo er zwei 6. Plätze als Bestresultate aufweist, ist er nicht chancenlos. «In der Abfahrt kann ich unbeschwert antreten», sagt Cuche, «um eine Medaille zu gewinnen, bräuchte ich in dieser Disziplin aber Glück.»

Die zweite Schweizer Medaillen-Hoffnung, Michael von Grünigen, musste sich in St. Moritz mit dem 14. Rang begnügen. Der zweifache Weltmeister fuhr mit einer Ellbogenschiene und war entsprechend gehemmt. «Erwartet habe ich nichts», sagte MvG, «ich hab’s einfach probiert.»

Bestes Weltcup-Resultat von Grünenfelder

Für den zweiten Höhepunkt des Tages sorgte Tobias Grünenfelder, der mit der Startnummer 37 den 7. Platz erkämpfte und damit im letzten Rennen noch die Olympia-Qualifikation holte. Verlangt wurde ein 15. Rang. Sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis war ein 14. Platz aus dem Jahr 1999.

swissinfo und Richard Hegglin (Si)

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