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Die Schweizer Alpinen enttäuschten ein weiteres Mal

Didier Cuche verlässt Salt Lake City mit leeren Händen. Keystone

Didier Cuche (10.) und Michael von Grünigen (11.) haben die Medaillen im Riesenslalom in Salt Lake City klar verpasst.

Der Österreicher Stephan Eberharter gewann die Goldmedaille. Silber erhielt Bode Miller (USA). Und Bronze ging an den Norweger Lasse Kjus.

Zwei Rennen vor Schluss, und weiterhin warten die alpinen Skifahrer auf eine Medaille. Bereits werden Erinnerungen wach an die Olympischen Spiele 1964 in Innsbruck, als die Schweizer Skifahrer letztmals ohne eine einzige Auszeichnung nach Hause zurückkehrten. Oder an Albertville 1992, als Steve Locher mit glückhaftem Kombi-Bronze die totale Pleite verhinderte.

Jetzt ruhen die allerletzten Hoffnungen auf Sonja Nef und dem Team der Frauen, die am Freitag antreten. Dass Urs Imboden als – neben von Grünigen – einziger selektionierter Slalomfahrer noch die Kastanien aus dem Feuer holt, glaubt kaum jemand.

Mühe mit der Piste

Schon nach dem ersten Lauf waren die Träume auf eine Medaille ausgeträumt. Cuche nur 12. und von Grünigen 13., mit 1,27 und 1,29 Abstand auf Eberharter – eine so schlechte Ausgangslage hatten die Schweizer in diesem Winter noch nie. Der Abstand von nur vier bis fünf Zehntel auf einen Medaillenplatz liessen noch minime Hoffnungen aufkommen, die aber im Keime erstickten.

Didier Cuche brachte sich durch zwei Fehler im ersten Lauf beim Übergang ins Flache um alle Chancen. «So etwas kann man auf dieser einfachen Piste nicht mehr korrigieren», meinte Cuche. «Jetzt schmerzt mich meine verpasste Gelegenheit im Super-G noch mehr».

Michael von Grünigen liess in den flachen Abschnitten (nur 18. und 22.) enorm Zeit liegen, da nützte ihm auch die Bestzeit im Steilhang nichts mehr. «Klar wollte ich eine Medaille und bin enttäuscht, aber auf Grund des Saisonverlaufs mit meinen Verletzungen konnte ich doch nicht allzu viel erwarten».

Didier Defago (14.) büsste 1,50 von 1,76 Sekunden durch einen Fehler im ersten Steilhang ein, und auch Tobias Grünenfelder blieb unter den Erwartungen und schied aus.

Medaillen-Stimulanz auch für Miller und Kjus

Stephan Eberharter, dessen Silber- und Bronzemedaille in der Abfahrt und im Super-G für ihn persönlich – nach insgesamt acht Weltcupsiegen in dieser Disziplin – Enttäuschungen darstellten, konterte ausgerechnet in der Sparte, in der man ihm am wenigsten zugetraut hatte.

Die selbe Spirale, welche die erfolglosen Schweizer nach unten zieht, dreht andere nach oben. Neben Eberharter standen auch mit Bode Miller und Lasse Kjus zwei Athleten auf dem Podest, die bereits schon Medaillen gewonnen haben. Der Amerikaner, der im zweiten Lauf Bestzeit erzielte, errang bereits Silber in der Kombination, der Norweger war Zweiter in der Abfahrt.

swissinfo und Richard Hegglin (si)

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