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Erste Profi- Dopingkontrolleure ab Anfang Juli im Einsatz

Am 1. Juli nehmen die ersten vier professionellen Dopingkontrolleure der Schweiz ihre Arbeit auf. Im Auftrag des Schweizerischen Olympischen Verbandes (SOV) sollen sie das Netz für einen "sauberen Sport" noch engmaschiger machen.

Heute sind für den SOV gesamtschweizerisch rund 180 ehrenamtliche Miliz-Kontrolleure im Einsatz. Diese werden beibehalten. Ihre Aus- und Weiterbildung ist künftig Teil der Arbeit der neuen Profi-Dopingkontrolleure.

Bei der Wahl der Profis habe man Wert auf eine enge Beziehung zum Sport gelegt, schreibt der SOV in einem Communiqué vom Freitag (16.06.). Drei der vier neuen Kontrolleure sind denn auch ehemalige Nationaltrainer: Barbara Broger (Langlauf), Manfred Rhyn (Inline-Hockey) und Paul-André Dubosson (Ski Alpin Damen, später sportlicher Direktor beim FC Sion).

Dazu kommt mit Solveig Buttingsrud eine diplomierte Sport- und Tennislehrerin. Die Professionalisierung des Sports auf allen Stufen erfordere auch eine professionellere Dopingkontrolle, teilte der SOV mit.

Aufgeschreckt worden sei der SOV – nach dem internationalen Doping-Skandal an der Tour de France – aber auch durch Vorfälle in der Schweiz, bei welchen SOV-Milizkontrolleure bei ihrer Arbeit behindert wurden. Im vergangenen Jahr gerieten dadurch das Tennisturnier Gstaad und der Radwettkampf Wartenberg in die Negativschlagzeilen.

Die Fachkommission für Dopingbekämpfung des SOV lässt zur Zeit auch die Einsetzung einer einheitlichen nationalen Strafbehörde bei Doping prüfen. Eine entsprechende Expertise soll im Sommer vorliegen.

swissinfo und Agenturen

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