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Fussball: Nullnummer belohnt

FC Zürich's Patrick Baumann im Zweikampf mit FC Sion's Armand Deumi. Keystone

Torlos trennten sich Zürich und Sion in einem langweiligen und schwachen Spiel und wurden erst noch mit einem Punkt belohnt. St. Gallen besiegte YB mit 4:1. Aarau und Lugano trennten sich nach einem unschönen Spiel 3:1.

Die Walliser gestatteten dem FCZ wenig Raum und standen defensiv solid. Gegen Spielende waren die Gäste dem Sieg sogar näher, doch rettete Torhüter Pascolo zweimal gegen den eingewechselten Brasilianer Moreira mit gutem Stellungsspiel und wachem Reflex.

Dem verunsicherten FCZ, der zuletzt zweimal verloren hatte, fehlten Frische und Unbekümmertheit, die das Team noch vor einigen Wochen ausgezeichnet hatte. Spielmacher Jamarauli zeigte eine höchst diskrete Leistung und fiel mehr ab als auf.

St. Gallen – YB: Die Wende nach der Halbzeit

Sportliche Emotionen nach einer Minute der Besinnung und Trauer für die Opfer der Terroranschläge in den USA erlebten 9’200 Zuschauer im Espenmoos. YB begann selbstbewusst und hätte nach einer Viertelstunde 2:0 führen müssen. Fryand traf mit einem Kopfball nur die Latte, und zweimal rettete St. Gallens Torhüter Flavio Agosti in seinem ersten NLA-Einsatz bravourös. Der 24- jährige Zuzug von Erstligist Kreuzlingen war unverhofft zum Einsatz gekommen, weil sich Stammgoalie Oliver Stöckli im Training die vorderste Kuppe des kleinen Fingers gebrochen hatte.

St. Gallens Wende kam mit dem Eintritt Müllers für den blassen Zanni. Müller bereitete jeden der vier St. Galler Treffer vor. Zunächst lenkte der Armenier Wardanjan seine Direktabnahme ins eigene Tor ab. Dann verwertete Di Jorio, der erneut eine starke Leistung zeigte, eine Müller-Flanke zum 2:1 (53.), und schliesslich schob Jefferson eine Kombination von Müller und Winkler zum 3:1 ein. Der Brasilianer setzte mit seinem Kopfball zum 4:1 auf Flanke Müllers auch den Schlusspunkt des dramatischen Spiels.

Aarau – Lugano: Kartenflut und Gehässigkeiten

13 Mal gelb und einmal rot gegen den Tessiner Joël Magnin: In Aarau ging es am Tag der gemeinsamen Trauer für die Opfer der Terroranschläge in den USA wenig fair und rücksichtsvoll zu. Lugano beendete das Spiel mit neun Mann, weil drei Minuten nach Magnin auch der unbeherrschte Biaggi nach der zweiten Verwarnung vom wenig überzeugenden Schiedsrichter Schluchter in die Kabine geschickt wurde.

Aarau kann sich auf seinen 3:1-Sieg nicht viel einbilden. Der Start mit zwei Toren des Nigerianers Okpala (14. und 22.) glückte zwar, Rossis Anschlusstreffer (23.) brachte die Mannschaft von Rolf Fringer aber wieder in Bedrängnis. Als Ref Schluchter Lugano nach einem Foul von Gelson an Biaggi einen Elfmeter verweigerte, wurde das Spiel zusehends unfairer und gehässiger. Die Tessiner konnten sich kaum mehr beherrschen und sammelten insgesamt neun gelbe Karten. Joël Magnin und Oliver Biaggi wurden nach Foulspielen gerechtfertigt vom Platz gestellt. In der Nachspielzeit markierte der unbedrängte Gygax gegen neun resignierende Tessiner das 3:1.

swissinfo und Agenturen

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