Gesundheitswesen: Private Haushalte weitaus am stärksten belastet
Die Kosten im Schweizer Gesundheitswesen werden zu rund zwei Dritteln von privaten Haushalten finanziert. Dies geht aus der statistischen Publikation "Das Gesundheitswesen in der Schweiz" der Pharma Information hervor.
Die Gesamtkosten des Gesundheitswesens betrugen 1997 laut den neuesten verfügbaren Daten über 38 Mrd. Franken, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 2,9 Prozent entspricht.
Wie der neuesten Datensammlung der Pharma Information zu entnehmen ist, wurde rund die Hälfte der Gesamtkosten (48,3 Prozent) 1997 von den Krankenkassen direkt bezahlt.
Die privaten Haushalte zahlten 23,8 Prozent, während die Öffentliche Hand 15,4 Prozent übernahm. 10,4 Prozent wurden von den Sozialversicherungen und 2,1 Prozent von im Ausland lebenden Personen bezahlt.
Angesichts des Umstandes, dass die Krankenkassen jedoch vor allem durch die privaten Haushalte (Prämienzahler) finanziert werden, wurde das Gesundheitswesen 1997 in der Schweiz zu fast zwei Dritteln (64,9 Prozent) von den privaten Haushalten getragen.
Bund, Kantone und Gemeinden beteiligten sich mit 24,9 Prozent an den Kosten.
swissinfo und Agenturen
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