Hanna Miluska über 200m Crawl Elfte
Die 18 Jahre alte Baslerin Hanna Miluska hat an der EM in Berlin ihre ausgezeichnete Form bestätigt. Im Vorlauf stellt sie gar einen Schweizer Rekord auf.
Am fünften Tag der Europa-Meisterschaften gab es zudem noch je einen Welt- und Europarekord zu verzeichnen.
Hanna Miluska, die über fünf Kilometer im Templiner See Silber gewonnen hatte, verbesserte im Vorlauf mit 2:01,55 den Schweizer Rekord von Nicole Zahnd um neun Zehntel. Im Halbfinal bestätigte sie mit 2:01,67 ihre Leistung vom Morgen, schied allerdings als Elfte aus. Zur Finalqualifikation fehlten 58 Hundertstel.
Blick in Richtung Athen
«Ich wusste bereits beim Einschwimmen, dass es im Halbfinal härter werden würde», sagte Miluska. Ihre Muskeln seien schwerer gewesen. Zudem sei sie nervöser gewesen. Dennoch gab sich die 18-Jährige mehr als zufrieden: «Ich habe bewiesen, dass die Zeit im Vorlauf kein Zufall war.»
Miluska, die am Sonntag noch in der 4×100-m-Lagenstaffel zum Einsatz kommt, wird sich im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2004 in Athen ab kommendem Jahr voll auf die Pool-Wettkämpfe konzentrieren. «Ich habe in Berlin sehr viel an Selbstvertrauen und Erfahrung gewonnen und weiss nun, dass ich für Athen nicht mehr so weit weg bin», blickt Miluska optimistisch in die Zukunft.
Nicht Nicole Zahnds Tag
Weniger gut lief es der entthronten Rekordhalterin Nicole Zahnd über 200 m Crawl. Die 21-jährige Bernerin verpasste als 17. den Halbfinal-Einzug um 13 Hundertstel. «Ich weiss nicht, woran es laf», gab sich Zahnd ratlos. Die Vorbereitung sei optimal verlaufen.
Die hervorragende Zeit von Miluska bedeute für sie aber einen enormen Ansporn. «Jetzt habe ich etwas zu tun. Wenn ich den Rekord zurück will, muss ich tüchtig Gas geben», erklärte Zahnd, die nun ein halbes Jahr in Brisbane (Australien) trainieren wird.
Mit Luka Gabrilo (20.) über 200 m Rücken sowie Philipp Gilgen (29.) und Lorenz Liechti (38.) über 100 m Delfin scheiterten auch die restlichen Schweizer in den Vorläufen.
Weitere Rekorde
Bereits jeweils den zweiten EM-Titel in Berlin holten der Ukrainer Oleg Lisogor über 50 m Brust und der Holländer Pieter van den Hoogenband über 200 m Crawl.
Lisogor war dabei für den dritten Weltrekord in der deutschen Hauptstadt besorgt. Er unterbot mit 27,18 die Bestmarke des Amerikaners Ed Moses vom Vorjahr um sagenhafte 21 Hundertstel.
Van den Hoogenband stellte mit 1:44,89 den insgeamt fünften Europarekord in Berlin auf; er blieb 46 Hunderstel unter seiner kontinentalen Bestzeit.
swissinfo und Agenturen
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