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IKRK-Delegierter in Südafrika vermisst

Das IKRK ist beunruhigt über das Verschwinden des IKRK-Delegierten Ferenc Mayer. Keystone

Ein Schweizer Delegierter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) wird in Südafrika vermisst. Das IKRK macht sich grosse Sorgen.

Der seit 17 Jahren für das IKRK tätige 50-jährige Arzt Ferenc Mayer aus dem Kanton Waadt hatte am 18. Dezember sein Büro in Pretoria verlassen. Seither ist er spurlos verschwunden.

Am 20. Dezember fand die Polizei den verlassenen Dienstwagen des Arztes in einem Vorort von Johannesburg mit vertauschten Nummernschildern. Im Auto wurden Blutspuren festgestellt.

Ein konkreter Hinweis auf das Schicksal des Arztes und auf ein mögliches Verbrechen liegen bisher nicht vor. Die Blutspuren, die man im verlassenen Dienstwagen fand, werden nun von der Polizei untersucht, wies es beim IKRK hiess. Das Auto sei als IKRK-Fahrzeug gekennzeichnet und mit diplomatischen Nummernschildern versehen gewesen.

Erfahrener Mitarbeiter

Der vermisste Arzt war seit 17 Jahren für das IKRK tätig und galt als sehr erfahren, wie IKRK-Sprecherin Antonella Notari am Donnerstag erklärte. Er arbeitete seit rund anderthalb Jahren in der südafrikanischen Hauptstadt und war vor allem für Gefängnisbesuche verantwortlich.

«Eine Untersuchung ist im Gang, aber wir haben bisher keinerlei Information über die Ursache des Verschwindens. Wir sind sehr beunruhigt», so Antonella Notari weiter. Die Sprecherin erinnerte auch daran, dass in Südafrika ein ungewöhnlich hohes Ausmass an Kriminalität herrscht.

Der Raub von Autos mit Waffengewalt ist in Pretoria und Johannesburg weit verbreitet. Vielfach werden die Opfer dabei verletzt oder getötet.

swissinfo und Agenturen

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