Monza: Pech für Sauber-Fahrer
Der längst fällige erste kolumbianische Formel-1-Sieg von Juan Pablo Montoya und eine knapp gescheiterte Aufholjagd von Kimi Räikkönen im Kampf um Platz 6 kennzeichneten den sportlichen Verlauf des Grand Prix von Italien in Monza.
Teamchef Peter Sauber hatte sich von Räikkönen in den verbleibenden Rennen vor dem Wechsel zu McLaren noch einige WM-Punkte erhofft, und beinahe hätte der Finne diesen Wunsch schon erhört.
Rund zehn Runden vor Schluss lag Räikkönen auf Platz 7, elf Sekunden hinter dem BAR-Honda-Fahrer Jacques Villneuve, einem direkten Konkurrenten von Sauber im Kampf um den vierten Platz in der Konstrukteurswertung.
Von da weg machte Räikkönen gegen den langsamer werdenden Villneuve Runde für Runde Zeit gut, und zuletzt fehlten ihm für den letzten WM-Punkterang nur noch sechs Zehntelsekunden. BAR-Honda seinerseits liegt nun dank dem einen gewonnenen Zähler zwei Rennen vor Saisonschluss nur noch drei Punkte hinter Sauber.
Glücklose Sauber-Fahrer
Räikkönen hatte bereits kurz nach dem Start Pech, als er in der ersten Schikane dem sich drehenden David Coulthard ausweichen musste und bei diesem Manöver einige Sekunden einbüsste.
Noch grösseres Pech hatte hingegen einmal mehr der zweite Sauber-Fahrer Nick Heidfeld. Unmittelbar vor dem Start zeigten sich an seinem Fahrzeug Hydraulik-Probleme, so dass der Deutsche auf das Ersatzfahrzeug umsteigen und aus der Boxenstrasse starten musste. Er konnte sich im Laufe des Rennens lediglich noch auf den 11. Schlussrang vorarbeiten.
Während die beiden McLaren-Fahrer David Coulthard und Mika Häkkinen ausschieden, beherrschten die übrigen Spitzenteams das Rennen auf den ersten vier Positionen klar.
Der Weltmeister hält sich zurück
Weltmeister Michael Schumacher schien sich nach den schrecklichen Ereignissen in den USA allerdings zurückzuhalten und gab sich mit dem vierten Platz zufrieden.
So kam der aus der Pole-Position gestartete Juan Pablo Montoya vier Tage vor dem 26. Geburtstag zu seinem ersten Sieg, der zuletzt mit einer Reserve von gut fünf Sekunden ziemlich ungefährdet war.
Für Spannung kurz vor Schluss nur der Kampf um Platz 2 zwischen Rubens Barrichello und Ralf Schumacher. Der Ferrari-Fahrer Barrichello entschied dieses Duell für sich
swissinfo und Agenturen
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