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Mountainbike-EM: Nur «lederne» Medaille für Frischknecht

Im schnellen Rennen konnte Frischknecht gegen Schluss nicht mehr zulegen. Keystone Archive

An der EM der Mountainbiker in St. Wendel (De) musste sich der Zürcher Oberländer Thomas Frischknecht mit dem 4. Rang begnügen. Trotz guten Team-Leistungen blieb die Bronze-Medaille des Junioren Jürg Graf die einzige Ausbeute auf dem Podium.

Schon letztes Jahr an der Europameisterschaft in Rhenen (Ho) hatte Frischknecht den 4. Platz belegt. Damals hatte er zeitweise an der Spitze des Rennens gelegen. Dies blieb ihm diesmal auf der ultraschnellen, technisch aber wenig anspruchsvollen Strecke im nördlichen Saarland verwehrt.

Bart Brentjens (Ho) und Miguel Martinez setzten sich sofort von der Konkurrenz ab. Martinez, der Olympiasieger von Sydney, fiel später durch einen Sturz zurück und musste sich mit dem 12. Platz bescheiden. Brentjens, Martinez Vorgänger als Olympiasieger 1996 in Atlanta, stand das Tempo durch und konnte sich im Alter von 33 Jahren erstmals als Europameister feiern lassen. Vor zwölf Monaten war der Holländer Zweiter geworden.

Frischknecht zählte zu den Verfolgern. Im schnellsten Rennen seit langem setzte der Zürcher aber nicht nach, als gegen Schluss sein Freund José Hermida (Sp) die Verfolgung von Brentjens aufnahm. Und als Lado Fumic (De) Jagd auf Bronze machte, sah sich der beste Schweizer ausserstande, zu kontern.

«Thomas hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Aber er konnte sich nicht so entfalten wie bei den Weltcups in Leysin oder gar vor einer Woche in Kaprun, als er siegte. Generell fällt die Bilanz gut aus, aber in den Hauptkategorien fehlt uns ein Medaillengewinn. Ich denke, dass uns die WM-Strecke in Vail besser zusagen wird», meinte Nationalcoach Andi Seeli.

In Abwesenheit des Olympia-Dritten Christoph Sauser – auch die Sydney-Zweite Barbara Blatter hatte auf die EM-Teilnahme verzichtet – warteten Thomas Hochstrasser (10.) und Thomas Kalberer (11.) mit ansprechenden Leistungen auf. Kalberer war auf der Startschlaufe gestürzt und leitete aus der letzten Position eine bemerkenswerte Aufholjagd ein.

Bei den Frauen setzte sich mit Laurence Leboucher (Fr) die Europameisterin des letzten Jahres durch. Mit Petra Henzi auf Rang 4 und Sonja Traxel als Fünfte klassierten sich die beiden besten Schweizerinnen besser als erwartet.

Jürgen Graf Dritter

Auch bei den U23 hatten die Schweizer mit fünf Athleten auf den Positionen 10 bis 19 mit einer guten Mannschaftsleistung aufgewartet. In einem der zahlenmässig grössten EM-Teams aller Zeiten wurde der einzige Medaillen-Gewinn durch einen Junior erzielt. Jürg Graf, der nationale Meister seiner Altersklasse, schaffte den Sprung auf das Podest.

swissinfo und Agenturen

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