NLA mit Wiler Sensation
Liga-Neuling Wil gewann am Sonntag gegen Delsberg 2:1 und erkämpfte sich den zweiten Tabellenplatz. Leader GC festigte seine Leaderposition weiter.
Wil verdiente sich den 2:1-Auswärtssieg in Delsberg mit einer markanten Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit. Mit Fabinho und Romano erzielten ausgerechnet zwei ehemalige Delémont- Spieler die beiden Treffer für die Ostschweizer.
Der Brasilianer Fabinho, von 1999 bis 2001 für Delsberg aktiv, eröffnete in der 56. Minute nach einer Flanke Lustrinellis mit einer Direktabnahme das Skore. Und ein Treffer von Romano (vier Jahre bei Delsberg) stellte den dritten Saisonsieg des Überraschungsteams sicher, das bisher einzig GC unterlegen ist. Zwischendurch hatte der Albaner Selimi mit dem Kopf den Ausgleich erzielt. Das war das erste Tor der Jurassier nach 378-minüiger Torflaute.
Dank dem Sieg rückt Will auf den zweiten Platz in der Tabelle vor. Die Wiler liegen fünf Punkte hinter dem Leader GC.
Lockerer Auswärtssieg für die Grasshoppers
Diesem gelang am Samstag zum fünften Mal in Serie der Sieg in Neuenburg. Doch so einfach wie diesmal fiel ihnen der Sieg wohl noch nie: Die Neuenburger Defensive war durch die Abwesenheit des gesperrten Barea stark geschwächt und gewährte den Zürchern zu viel Platz.
Nuñez und Baturina führten für den Leader die Entscheidung schon in der ersten halben Stunde herbei, für die Treffer nach der Pause waren der Argentinier Barijho mit einer Doublette und Petric besorgt.
Die Serie der Equipe von Trainer Koller ist umso erstaunlicher, als sie seit Beginn der Spielzeit auf diverse wichtige Akteure verzichten muss. So kam in Neuenburg der 18-jährige Lichtsteiner zu seinem zweiten NLA-Einsatz.
Basel mit kleinen Schritten
Weiterhin schwer tut sich Meister Basel. Beim 1:1 in St. Gallen gelang es den Bebbi nach der desolaten ersten Halbzeit immerhin, sich nach der Pause von der Dominanz der Ostschweizer zu befreien.
Trotz der Steigerung der Basler im zweiten Umgang kann Trainer Gross mit der Darbietung nicht zufrieden sein. Wohl deshalb verlor Gross schon früh die Nerven und wurde schliesslich kurz vor der Pause und eine Minute vor dem 0:1 wegen wiederholten Reklamierens von Schiedsrichter Busaccca auf die Tribüne verbannt.
Servette baut Tabelle um
Ein Sprung nach vorne gelang Servette. Der bisherige Tabellenletzte schlug Luzern 2:0 und stiess damit nicht nur die Innerschweizer unter den Trennstrich, sondern rückte selbst bis auf den 7. Platz vor.
Die Harmlosigkeit der Luzerner überraschte nicht: Die Innerschweizer sind auswärts seit 22 Partien ohne Sieg. In Genf trat Luzern zwar mit drei Stürmer an, gefährlich wurde es für Servettes Torhüter Pascolo gleichwohl kaum. Den besten Torschuss gab Arrué in der 57. Minute ab. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie jedoch dank Servettes Shooting-Star Senderos bereits entschieden.
Glückhafter YB-Sieg in der Schlussphase
Weniger früh entschieden war die Partie in Bern. Wenn YB spielt, lohnt es sich tatsächlich nicht, vor dem Schlusspfiff das Stadion zu verlassen. Nachdem die Berner in den ersten vier Runden in den Schlussminuten sieben Punkte verspielten, «stahlen» sie nun Aarau im Finish zwei Zähler. Chapuisats spätes Siegtor war selbst von den 8’600 YB-wohlgesinnten Zuschauern nicht mehr erwartet worden. Aber Chapuisat erzielte auch im fünften Spiel «sein Tor» und steht nun schon bei sechs Saisontreffern.
Aarau zeigte insbesondere in der zweiten Halbzeit eine bemerkenswerte Leistung, obwohl es nach dem Platzverweis gegen Chassot mit einem Mann weniger auskommen musste.
swissinfo und Agenturen
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