Schärfere Massnahmen gegen randalierende Fluggäste verlangt
Die internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) verlangt wirksame Massnahmen aggressive Flugpassagiere. Die Behörden eines Ziellandes sollen bevollmächtigt werden, Vorfälle an Bord aller Flugzeuge strafrechtlich verfolgen zu können.
In einer von den den Schweizer Flugpersonal-Verbänden unterstützten Charta wird unter anderem gefordert, dass gesetzliche Lücken bis 2002 geschlossen werden, wie die Gewerkschaft des Kabinenpersonals der SAirGroup kapers am Donnerstag (06.07.) mitteilte.
Die Zahl von ausfälligen und aggressiven Fluggästen habe in den vergangenen
Jahren stetig zugenommen. Das Flugpersonal sei vermehrt Aggression und Gewalt ausgesetzt.
In einem voll besetzten Flugzeug sei es dem Kabinenpersonal nicht möglich, einer bedrohlichen oder gewaltsamen Situation einfach aus dem Weg zu gehen. Zudem stellten solche Vorkommnisse ein Sicherheitsrisiko dar.
Die Regelung der nationalen Rechtsordnungen habe zur Folge, dass ausfällige Passagiere ein Flugzeug nach der Landung oft unbehelligt verlassen könnten.
Die ITF verlangt deshalb, dass die Gesetze angepasst werden. Die Behörden eines Ziellandes sollen bevollmächtigt werden, Vorfälle, die sich in Flugzeugen gleich welcher Herkunft ereignen strafrechtlich zu verfolgen.
Die Fluggesellschaften werden aufgefordert, umfassende Richtlinien zu erlassen, um ausfälliges Passagierverhalten zu vermeiden, zu kontrollieren und zu ahnden.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch