Schweiz fordert mehr Sicherheit für humanitäres Personal
Menschen in humanitären Einsätzen in Krisengebieten müssen auch entsprechend gut geschützt werden. Dies verlangte die Schweiz an der Session 2000 des Wirtschaft- und Sozialrats (ECOSOC) der Vereinten Nationen (UNO) in New York.
Staaten und Vertreter humanitärer Organisationen debattierten bis Freitagabend (21.07.) über die humanitäre Tätigkeit. «Die Menschen im Einsatz sind der wertvollste Teil der ganzen humanitären Aktion. Die internationale Gemeinschaft muss also dafür sorgen, dass das Personal seine Aufgabe in grosser Sicherheit erledigen kann,» sagte der Chef des Schweizerischen Katastrophenhilfekorps (SKH), Charles Raedersdorf.
Zur Gewährleistung der Sicherheit müssten genügend finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Zudem empfehle sich eine einheitliche Doktrin für alle Organisationen, führte Raedersdorf weiter aus.
Auch eine Koordinierung zwischen den Arbeiten im Einsatzgebiet und dem UNO-Sitz sei nötig. Direkt damit verknüpft sei die Aufgabe der Mitgliedsländer, den Helfern den Zugang zu den Opfern zu erleichtern.
Mehr Hilfe
Der Leiter der Schweizer Delegation sprach sich dafür aus, dass Vertriebenen im eigenen Land mehr Hilfe geboten werde. Da die Regierungen betroffener Nationen dabei oft zu wenig unternähmen, müsse die internationale Gemeinschaft eine unterstützende Rolle spielen.
Die rasante Entwicklung der modernen Technologie käme den Bemühungen im Kampf gegen Katastrophen und anderen humanitären Einsätzen entgegen, sagte Raedersdorf. Sie sei aber nicht die Antwort auf alle Übel. Die Schweiz wolle sich dafür einsetzen, dass alle mit moderner Technologie gewonnenen Erkenntnisse allen humanitären Organisationen zugänglich seien.
Wie aktuell das Schweizer Anliegen ist, zeigt der Überfall vom vergangenen Dienstag (18.07.) auf eine Schweizer Missionsstation im Hochland von Angola. Dabei wurden 14 angolanische Missionsangehörige und bis zu 20 Zivilpersonen entführt.
swissinfo und Agenturen
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