Schwimmen: Rigamonti Europameisterin – Silber für Strasser
Flavia Rigamonti und Chantal Strasser setzten an den EM in Helsinki den ersten Schweizer Glanzpunkt. Die 19-jährige Tessiner Crawl-Spezialistin siegte im 800-m-Final in 8:29,16 vor Chantal Strasser und gewann damit ihren ersten Titel.
Für die Thurgauerin Strasser bedeutet die Silbermedaille ebenso der grösste Triumph ihrer Karriere. Dritte wurde die Holländerin Vlieghuis.
Rigamonti unterbot ihren Schweizer Rekord um 2,04 Sekunden und blieb mit 8:29,16 bloss 5 Hundertstel über der Jahres-Weltbestzeit der Amerikanerin Diana Monz (USA). Auch Strasser pulverisierte in 8:31,36 ihre bisherige Bestleistung.
Die Goldmedaille Rigamontis ist für den Schweizer Schwimmsport in mehrfacher Hinsicht historisch. An internationalen Wettkämpfen wie WM, EM oder Olympischen Spielen gabs für die Schweiz noch nie einen Titel. Bei den Frauen resultierte seit Einführung der europäischen Meisterschaften vor 74 Jahren keine einzige Medaille. Nur Marie-Thérèse Armentero hat einmal das Podest besteigen dürfen: Sie erreichte an der WM 1986 in Madrid Platz 3.
Letztmals hatten die Schweizer an einer EM 1987 Grund zum Jubeln, als Stefan Volery im 50-m-Rennen in Strassburg auf Platz 3 crawlte. Einzig an den Kurzbahn-Europameisterschaften schnitten sie vorab dank Rigamonti in den letzten Jahren gut ab. Die Südschweizerin gewann zweimal Silber und einmal die goldene Auszeichnung.
swissinfo und Agenturen
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