SRB sieht keine Grundlagen für Sanktionen gegen Rominger und Zberg
Die kürzlich gebildete Dopingstrafbehörde des Schweizerischen Rad- und Motorfahrer-Bundes (SRB/FCS) hat einen ersten hängigen Fall entschieden. Sie verzichtet vorläufig auf ein Verfahren gegen Tony Rominger und Beat Zberg.
Ein im Frühjahr in Auftrag gegebenes juristisches Gutachten kam zum Schluss, dass die bisher von den italienischen Strafbehörden erhaltenen Aufzeichnungen von Dr. Michele Ferrari zur Eröffnung eines Verfahrens gegen Tony Rominger und Beat Zberg nicht genügen.
Sollten die italienischen Behörden oder das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) bis zum Abschluss der in Italien laufenden Verfahren aber zusätzliche Beweismittel vorlegen, müsste erneut eine mögliche Sanktion der involvierten Schweizer Athleten geprüft werden.
Die dem Schweizer Verband übermittelten Doping-Dossiers waren das Resultat eingehender Untersuchungen der Staatsanwaltschaft von Bologna, die in den vergangenen Monaten im Auftrag der italienischen Justiz aktiv geworden war.
Dabei war festgestelltworden, dass die Blutwerte der beiden Schweizer sowie weiterer vier nicht-italienischer Fahrer vor rund fünf Jahren nicht der Norm entsprochen hatten.
swissinfo und Agenturen
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