Ständiger Ausschuss der Alpenkonferenz tagt erstmals in der Schweiz
Der ständige Ausschuss der Alpenkonferenz tagt vom 20.-22. Oktober in Interlaken (BE). Im Zentrum der Diskussionen steht das umstrittene Verkehrsprotokoll, in dem unter anderem der Bau neuer Transitstrassen durch den Alpenraum geregelt werden soll.
Der ständige Ausschuss der Alpenkonferenz tagt vom 20.-22. Oktober in Interlaken (BE). Im Zentrum der Diskussionen steht das umstrittene Verkehrsprotokoll, in dem unter anderem der Bau neuer Transitstrassen durch den Alpenraum geregelt werden soll.
Wie der Leiter der Abteilung ‚Nachhaltige Entwicklung‘ des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) und Vorsitzende der Konferenz, Arthur Mohr, am Dienstag (19.10.) erklärte, wird an der Tagung ein Kompromissvorschlag präsentiert, hinter dem alle stehen könnten. Darin werde zwar an einem grundsätzlichen Verbot für den Bau neuer Transitstrassen festgehalten, allerdings könnten neue Projekte, die eine Umwelt- verträglichkeits- Prüfung bestünden, auch genehmigt werden.
Wird das Verkehrsprotokoll angenommen, ist der Weg zur Umsetzung der Alpenkonvention durch die Vertragsparteien geebnet. Alle anderern Protokolle wurden bereits unterzeichnet, jedoch noch nicht ratifiziert.
Die Alpenkonvention, deren Ziel eine nachhaltige Entwicklung im Alpenraum ist, wurde bisher von Österreich, Deutschland, Liechtenstein, Slowenien, Frankreich, der Europäischen Union, Monaco und der Schweiz (Januar 1999) ratifiziert. Die Schweiz führt in der Alpenkonvention für die Jahre 1999 und 2000 den Vorsitz.
SRI und Agenturen
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