Taliban-Konten in der Schweiz gesperrt
In der Schweiz sind seit fünf Monaten Bankkonten des Taliban-Regimes gesperrt. Die Schweiz vollzieht damit Sanktionen des UNO-Sicherheitsrats gegen Afghanistan. Es handelt sich jedoch nur um geringe Geldsummen.
Der Bundesrat hatte im April seine Sanktions-Verordnung gegenüber den Taliban im Einklang mit den Beschlüssen des UNO-Sicherheitsrats verschärft. Dabei wurde die Liste der juristischen und natürlichen Personen, deren Gelder in der Schweiz zu sperren sind, auf rund 170 Namen ausgeweitet.
Weniger als eine Million Franken¶
Beim Vollzug dieser Verordnung wurden mehrere Konten in der Schweiz gesperrt, wie der Ressortleiter Export-Kontrollen und Sanktionen im Staatssekretariat, Othmar Wyss, am Samstag bestätigte. Es gehe aber nur um sehr geringe Geldsummen von weniger als einer Million Franken.
Es seien Konten afghanischer Banken bei Schweizer Instituten. Der grösste Posten belaufe sich lediglich auf etwa 300’000 Franken.
Die Liste der zu sperrenden Konten sei vergangene Wochen um eine afghanische Bank ergänzt worden. Die von der Schweiz autonom nachvollzogenen UNO-Sanktionen waren im Herbst 1999 beschlossen worden, nachdem sich Afghanistan geweigert hatte, den saudischen Millionär Osama Bin Laden auszuliefern.
Bundesrat Samuel Schmid hatte am Freitagabend erklärt, es gebe bisher keine Hinweise auf finanzielle Verflechtungen der Attentäter mit der Schweiz.
swissinfo und Agenturen
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