Transfer von Sforza nach München perfekt
Ciriaco Sforza (30) kehrt vier Jahre nach seinem Abgang zu Bayern München zurück. Der Captain der Schweizer Nationalmannschaft erhielt von Kaiserslautern die Freigabe und wird beim 16-fachen deutschen Meister einen Dreijahresvertrag unterschreiben.
An einer Einigung der beiden Vereine über den Wechsel Sforzas zweifelte schon seit einiger Zeit niemand mehr. Ottmar Hitzfeld machte nie ein Hehl daraus, die von Lothar Mätthaus hinterlassene Lücke mit einem Spielertyp à la Sforza schliessen zu wollen. «Sforza hat sich positiv entwickelt», sagte Hitzfeld.
Bayern-Captain Stefan Effenberg unterstützte den Trainer mehrmals öffentlich, und schliesslich liess sich auch der lange Zeit skeptische Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge umstimmen.
In der Pfalz hielt den Schweizer nichts mehr. Nach Saisonschluss zielte der 69-fache Internationale mit harschen Kritik ein weiteres Mal auf die Führung des 1. FCK. Personelle Fehlentscheidungen würden allesamt unter den Teppich gekehrt, liess sich der Aargauer in der Boulevardpresse zitieren.
Im letzten Herbst hatte ihn der Verein für seine öffentliche Schelte an Trainer Rehhagel mit 30’000 Mark gebüsst. Von jenem Moment an mehrten sich die Wechselgerüchte, zumal die Lauterer signalisierten, ihn bei angemessenem Angebot ziehen zu lassen.
Sforza kehrt nun also an die Münchner Säbener Strasse zurück, die er im Sommer 1996 nach nur einem Jahr im Unfrieden verlassen hatte. Obschon er mit Bayern den UEFA-Cup gewann, folgte Sforza Trainer Roy Hodgson zu Inter Mailand.
swissinfo und Agenturen
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