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US Open: Alle Schweizer out

Immerhin: Mit dem Fuss hatte Martina Hingis keine Probleme. Doch im Achtelfinal war Schluss. Keystone

Roger Federer unterlag am späten Montagabend überraschend Max Mirnyi (WRuss/32) 3:6, 6:7 (5:7), 4:6, Martina Hingis scheiterte 14 Stunden später mit 4:6, 2:6 an Monica Seles (USA/6).

Martina Hingis spielte deutlich schlechter als die aktuelle Weltspitze.

Martina Hingis bleibt noch einige Arbeit auf dem Weg zurück. Im auf mässigem Niveau stehenden Duell der zuletzt Angeschlagenen gegen Seles war sie fast permanent in der Defensive.

Seles, die erst zum fünften Sieg im 20. Match gegen Hingis kam, war nicht wirklich gefährdet, obwohl sie ebenfalls nicht restlos überzeugte und in den 63 Minuten 33 unerzwungene Fehler produzierte.

«Monica hat schon gut gespielt, aber nicht sehr gut. Sie hat mir auch Chancen gegeben, ich habe aber zuwenig daraus gemacht», sagte Hingis nach dem Spiel.

Schlechter Aufschlag

Einmal mehr die Achillesferse von Hingis waren die Aufschlagspiele. Sie konnte nur vier ihrer neun Servicegames gewinnen und holte sich mit dem ersten Aufschlag gerade 38 Prozent aller Punkte.

Diese miserable Quote erklärt sich aber nicht mit dem Service allein, sondern auch damit, dass ihrem Grundlinienspiel die gewohnte Sicherheit noch abgeht, vor allem, wenn die Gegnerin schneller spielt, als dies zuletzt Amanda Coetzer getan hatte.

Hingis‘ Enttäuschung war aber nicht riesig: «Klar hatte ich mir Chancen auf die Viertelfinals ausgerechnet. Aber andererseits musste ich nach der ersten Runde froh sein, noch im Turnier zu sein.»

Gesundheitlich gut

Drei Monate ist die zweite Operation an Hingis Fuss her. «Im Moment geht es meinen Füssen gut, aber wir haben ja auch erst richtig zu arbeiten begonnen», so Hingis, die nun eine Trainingsphase einschalten wird, ehe Ende September in Moskau der Start in die Indoorsaison erfolgt.

Die frühere Weltranglisten-Erste tönt schon wieder angriffig: «Ich muss mich gegen die Topspielerinnen schon noch um einiges steigern. Aber ich weiss jetzt, dass ich wieder ganz nach vorne kommen kann, wenn ich alles machen kann.»

Federer nach langem Warten ohne Rhythmus

Nach einem komplett verregneten Tag mussten Federer und Mirnyi am Montag kurz vor 22 Uhr Ortszeit überraschend doch noch auf den Platz. Die Begegnung fand auf einem der sehr schnellen Aussenplätze statt, was dem kamikazeartig stets nach vorne stürmenden Mirnyi sehr entgegenkam. «Es war sehr schwierig, meinen Rhythmus zu finden», so Federer.

In den vorherigen drei Partien hatte Federer gegen seinen gelegentlichen Doppelpartner keinen einzigen Satz abgegeben. Diesmal fand er hingegen kein Mittel und retournierte schlecht.

«Es gab wenige Ballwechsel, es war kalt und ich musste mich deswegen viel bewegen. Vielleicht war ich deswegen zu stark auf mich konzentriert», machte Federer einen Erklärungsversuch. Doch die Enttäuschung sass tief: «Obwohl er gut spielte, habe ich wirklich eine grosse Chance verpasst.»

swissinfo und Agenturen

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