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Zahl der Asylsuchenden auf Tiefststand

Die Zahl der Asylgesuche ist im Juni erneut auf einen fünfjährigen Tiefstand gesunken. 1'177 Menschen stellten ein Asylgesuch, 358 weniger als im Vormonat. Erstmals in diesem Jahr sank die Zahl der Gesuche aus der Bundesrepublik Jugoslawien unter 300.

Im Juni kehrten 3’375 Vertriebene in den Kosovo zurück.

Die Zahl der Asylgesuche im Juni lag im Bereich der Gesuche vom vergangenen April, als sie so tief war wie seit fünf Jahren nicht mehr, wie das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) am Donnerstag (06.07.) mitteilte. Bei den Herkunftsländern gab es kaum Veränderungen. Nach wie vor lag die Bundesrepublik Jugoslawien mit 225 Gesuchen an der Spitze, gefolgt von der Türkei mit 120. Der Irak, Bosnien-Herzegowina, Sri Lanka, Kongo, Iran, Sierra Leone, Somalia und Guinea belegten die nächsten Plätze.

Abgänge wurden 6’699 registriert. Erledigt werden konnten 2’646 Gesuche, womit die Zahl hängiger Gesuche um rund 1’400 auf 20’205 abgenommen hat. Das BFF rechnet damit, dass die gegenwärtigen Trends in den nächsten Monaten anhalten dürften. Ein BFF-Sprecher wies auf Anfrage aber darauf hin, dass in umliegenden Ländern die Asylgesuche eher zugenommen haben, und auch die Schweiz in Zukunft von einer verstärkten illegalen Immigration und Asylgesuchen vor allem aus China betroffen sein könnte.

27’520 Kosovo-Flüchtlinge zurückgekehrt

Insgesamt sind bisher 27’520 Kriegsvertriebene aus dem Kosovo in ihre Heimat zurückgekehrt, davon 3’375 Menschen im Juni, wie das BFF weiter schreibt. Darin enthalten sind auch die rund 750 Flüchtlinge, die letzten Monat zurückgeschafft wurden oder zwangsweise zurückkehren mussten. Damit bleiben noch knapp 10’000 Menschen, die die Schweiz zwangsweise verlassen müssen. Das BFF rechnet damit, dass bis Ende August auch noch die restlichen 6’000 Vertriebenen zurückkehren, die sich für das freiwillige Rückkehrprogramm eingeschrieben haben, aber noch nicht ausgereist sind.

swissinfo und Agenturen

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