Die Ahmadiyya-Gemeinschaft eröffnet die erste Moschee der Schweiz
Im Sommer 1963 eröffnete die Ahmadiyya-Gemeinschaft an der Zürcher Forchstrasse die erste Moschee der Schweiz. Die Mahmud-Moschee, zu Deutsch "Moschee des Preiswürdigen" existiert bis heute, inklusive Minarett. Einsprachen gegen den Bau gab es keine.
(Keystone-SDA) Der Anlass war zwar feierlich, dennoch steht die Gästeschar etwas peinlich berührt im Gebetsraum und blickt den Muslimen beim Beten zu. Neben dem damaligen Stadtpräsidenten Emil Landolt (FDP) war auch der ehemalige Aussenminister Pakistans und seinerzeitige Präsident der Uno-Generalversammlung Sir Muhammad Zafrullah Khan anwesend, um die erste Moschee der Schweiz zu eröffnen.
Der Gast aus Pakistan war selber Mitglied der Ahmadiyya, welche die Moschee gebaut hatte. Auf dem Bild ist er allerdings nicht zu sehen.
18 Meter hohes Minarett
Als die Mahmud-Moschee eröffnet wurde, war der Islam bereits seit fast zwanzig Jahren in der Schweiz präsent. Am 13. Oktober 1946 kamen die ersten drei Missionare der Ahmadiyya-Bewegung nach Zürich. Zwölf Jahre später baute die Gemeinschaft ihre Moschee.
Das Gebäude erhielt eine Kuppel und ein 18 Meter hohes, gut sichtbares Minarett. Aus heutiger Sicht überraschend: Einsprachen aus der Nachbarschaft gab es damals keine einzige. Geholfen hat wohl, dass das Minarett nie zum Ausrufen des Gebets vorgesehen war.