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Wenn mühsam gewonnene Eizellen vernichtet werden müssen

Vernichtung tiefgefrorener Eizellen: eine schwer zu akzeptierende Verpflichtung
Vernichtung tiefgefrorener Eizellen: eine schwer zu akzeptierende Verpflichtung Keystone / Gaetan Bally

Immer mehr Frauen lassen ihre Eizellen einfrieren, um ihre Fruchtbarkeit zu verlängern. Sie stehen oft vor einem nervenaufreibenden Moment, wenn ihre Eizellen laut Schweizer Gesetz nach einer bestimmten Zeit vernichtet werden müssen.

Das Einfrieren von Eizellen erlebt in der Schweiz einen regelrechten Boom. Von 841 im Jahr 2019 ist die Zahl bis 2023 auf über 2500 Frauen angestiegen, was einer Verdreifachung in fünf Jahren entspricht.

Der Beitrag auf Französisch:

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Das Schweizer Gesetz legt eine Frist von bis zu zehn Jahren für die Aufbewahrung von Eizellen fest, ausser bei Krankheiten oder Behandlungen, die zu Fruchtbarkeitsproblemen führen. Auch das Alter ist begrenzt, damit die Paare das Kind bis zur Volljährigkeit begleiten können.

Diese Regeln sind für einige Frauen schwer zu akzeptieren. «Es ist schwierig, wenn Pläne und Hoffnungen weggefegt werden», sagt eine betroffene Frau in der Sendung 19h30 des Westschweizer Fernsehen RTS, deren Eizellen das Ende der Aufbewahrungsfrist erreichen.

Geringe Verwendungsrate

Diese Vernichtungen sind umso schwerer zu akzeptieren, als das Einfrieren der Eizellen ein belastender Eingriff ist: Er erfordert tägliche Hormoninjektionen sowie die Entnahme unter Narkose.

Zudem kostet das Verfahren im Durchschnitt rund 10’000 Franken. Übernommen werden die Kosten nur, wenn ein medizinischer Grund vorliegt – nicht aber, um die fruchtbare Phase zu verlängern.

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Das Zentrum für medizinisch unterstützte Fortpflanzung in Lausanne (CPMA), das grösste der Schweiz, verzeichnet weiterhin steigende Zahlen bei der Kryokonservierung. Da derzeit nur knapp 10% der Eizellen tatsächlich genutzt werden, müssen regelmässig Eizellen zerstört werden.

In zwei anderen weltweit führenden Zentren in Belgien erreichte die Nutzungsrate bis 2022 13%. In den USA, wo die Praxis schon länger etabliert ist, stieg sie auf 37%. Diese Unterschiede sind auf die strengeren Bedingungen in der Schweiz zurückzuführen.

Eine Frage der Spende

Das Verfahren zur Vernichtung von Eizellen ist obligatorisch, aber es bleibt für die Fachleute frustrierend. «Wir haben ein extrem strenges Verfahren. Für uns ist es nie angenehm, Eizellen zu vernichten. Ich denke, dass es in einem klar geregelten rechtlichen Rahmen sehr interessant wäre, diese kryokonservierten Eizellen im Rahmen eines Spendenprogramms verwenden zu können», sagt Nicolas Vulliemoz, Direktor des CPMA.

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Die Eizellspende ist in der Schweiz verboten. Nach Ansicht der befragten Frau, deren Eizellen zerstört werden, wäre dies jedoch eine weitaus akzeptablere Alternative. «Wenn es für ein Paar, das sie braucht, von Nutzen wäre, würde ich sie gerne spenden», sagt sie.

Das Gesetz wird derzeit überarbeitet und die Frage der Eizellspende wird dabei ebenso zur Sprache kommen wie die Fristen für die Verwendung.

Eizellenkonservierung in der Schweiz (Beitrag auf Französisch):

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