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MÜNCHEN (awp international) - Millionen Kunden des Energiekonzerns Eon müssen von Mai an in Deutschland mehr für ihren Strom bezahlen. Der Versorger will die Preise in Deutschland im Schnitt um 4,2 Prozent erhöhen, sagte ein Sprecher am Montag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX in München. Der Versorger begründete die Steigerungen mit den höheren Kosten für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien und den erhöhten Netzentgelten. Eon hatte zuletzt vor rund einem Jahr die Preise angehoben.
Die Belastungen der neuen Preisrunde fallen nach Angaben des Sprechers unterschiedlich aus. So müssen die Privatkunden von Eon Hanse in Hamburg und Schleswig-Holstein rund 6,5 Prozent mehr zahlen, die Kunden der Regionalgesellschaft Edis in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie von Eon in Thüringen sollen hingegen von Preiserhöhungen verschont bleiben. Der Sprecher begründete die regionalen Unterschiede damit, dass es etwa verschiedene Entgelte für die Stromnetze in Deutschland gebe und die Belastungen für die Einspeisung von Ökostrom verschieden seien.
Das Verbraucherportal Verivox rechnet damit, dass rund vier Millionen Eon-Kunden tiefer in die Tasche greifen müssen. Der Konzern selbst wollte keine genaue Kundenzahl nennen. Keine Preiserhöhung plant Eon bei seiner Billigstromgesellschaft E wie einfach.
Nach Verivox-Berechnungen haben mit Eon nun bereits 255 Grundversorger Preiserhöhungen für dieses Jahres angekündigt. 173 Unternehmen erhöhten bereits zum Jahreswechsel ihre Entgelte, darunter auch die beiden Konzerne EnBW und Vattenfall. Die Preissteigerungen im Januar beziffert Verivox im Schnitt auf 6,2 Prozent. Eon hatte zum Jahreswechsel versprochen, die Preise bis Ende April konstant zu halten, Konkurrent RWE will bis Mitte des Jahres keine Erhöhungen vornehmen.
Die Verivox-Experten empfehlen den Stromkunden, genau zu vergleichen und zu prüfen, ob ein Wechsel des Anbieters für sie sinnvoll ist. "Der Wettbewerb nimmt zu", sagte eine Sprecherin. So könnten viele neue Anbieter etwa derzeit den Strom viel günstiger anbieten, weil sie von den gesunkenen Preisen an der Strombörse profitierten.
Dagegen haben die grossen Versorger ihren Haushaltsstrom in der Regel schon lange im Voraus gekauft. In die neuerliche Stromtariferhöhung fielen etwa noch die deutlich höheren Einkaufspreise vom Sommer 2008, sagte der Eon-Sprecher. "Es wäre unverantwortlich, den Strom für Privatkunden am kurzfristigen Spotmarkt einzukaufen, weil dieser grossen Schwankungen unterworfen ist", sagte er. Der Sprecher wollte sich aber nicht darauf festlegen, ob in den nächsten Jahren die Strompreise sinken werden. "Das hängt von vielen Faktoren ab." Er verwies darauf, dass die Bundesregierung noch an einem Energiekonzept arbeitet. Welche Belastungen oder Entlastungen es beinhalten werde, sei noch völlig unklar./nl/she/he

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