Erste Frist für Hochtief-Übernahme abgelaufen
ESSEN/MADRID (awp international) – Im Übernahmekampf des Baukonzerns Hochtief mit seinem spanischen Konkurrenten ACS ist am Mittwoch um 24 Uhr die erste Frist für einen Aktientausch abgelaufen. Ob der spanische Angreifer ACS seinen Hochtief-Anteil über die wichtige Schwelle von 30 Prozent hinaus erhöhen konnte, kann wegen einer komplizierten Auswertung der Aktiengeschäfte und der Feiertage erst am 4. Januar bekanntgegeben werden. Bis zum Vortag hatte ACS bereits 29,4 Prozent der Anteile an Hochtief und die Grenze damit fast erreicht.
Wenn ACS die 30-Prozent-Hürde überschreitet, kann das Unternehmen danach weitere Hochtief-Aktien kaufen, ohne ein kostspieliges Pflichtangebot vorlegen zu müssen. ACS-Ziel sind 50 Prozent plus eins. Der spanische Baukonzern sieht vor allem die lukrativen Auslandstöchter von Hochtief als perfekte Ergänzung zu seinem Geschäft. Hochtief bewertet die Übernahmeversuche als «ausgesprochen unfreundlich» und wehrt sich hartnäckig.
Nach Ablauf der ersten Frist gibt es nach den gesetzlichen Vorgaben eine erweiterte Annahmefrist bis zum 18. Januar. Danach schliesst sich noch eine siebentägige Rücktrittsfrist an. Erst Ende Januar erwarten die Beteiligten Klarheit./rs/DP/enl