Fahrzeugfahndung in Bern führt zu mehreren Festnahmen
Die automatisierte Fahrzeugfahndung hat im Kanton Bern seit ihrer Einführung im August 2024 zu mehreren Festnahmen geführt. So wurde unter anderem ein Tatverdächtiger nach einem versuchten Tötungsdelikt gefasst, wie die Berner Kantonspolizei der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.
(Keystone-SDA) Das System liefere rasche Erkenntnisse über den Verbleib von zur Fahndung ausgeschriebenen Fahrzeugen. Der Nutzen zeige sich vor allem darin, dass zusätzliche und schnell verfügbare Informationen für die Ermittlungen gewonnen werden könnten.
Ermittlungserfolge habe es unter anderem auch im Zusammenhang mit Gefährdern, Einbrechern sowie bei der Suche nach vermissten Personen gegeben. In einem Fall sei ein Tatverdächtiger nach einem versuchten Tötungsdelikt angehalten worden, der mit seinen Kindern geflüchtet war.
Aus Daten- und Persönlichkeitsschutzgründen und weil es sich teilweise auch um noch laufende Verfahren handelt, erläuterte die Polizei die Ermittlungserfolge nicht genauer.
Eine belastbare Aussage dazu, ob aufgrund der automatisierten Fahrzeugfahndung zahlenmässig mehr Strafverfahren eröffnet werden konnten, ist laut Polizei nicht möglich.
Der Nutzen des Systems zeige sich vielmehr darin, dass zusätzliche und rasch verfügbare Informationen gewonnen werden könnten. Dadurch liessen sich Ermittlungsansätze verdichten, Verfahren gezielter voranbringen und in einzelnen Fällen relevante Hinweise gewinnen, die dazu beitragen können, gesuchte Personen festzunehmen und der Justiz zuzuführen.
Das Bundesgericht hat die Berner Regelung zur automatisierten Fahrzeugfahndung und Verkehrsüberwachung (AFV) diese Woche zwar in grossen Teilen als verfassungskonform beurteilt, verlangt aber Nachbesserungen im Polizeigesetz. Bis dahin ruht das System der automatisierten Fahrzeugfahndung.