Ferien an weiterführenden Schulen im Baselland bleiben unangetastet
An den Ferien an weiterführenden Schulen im Kanton Baselland wird es keine Änderungen geben. Der Landrat hat sich am Donnerstag mit deutlicher Mehrheit gegen eine Kürzung der Ferienzeit ausgesprochen.
(Keystone-SDA) Mit ihrem Vorstoss verlangte Silvia Lerch (FDP), dass das Ferienniveau an den weiterführenden Schulen an jenes der Berufslehre angeglichen wird. Konkret ging es um eine Reduktion auf maximal acht Wochen.
Das zunächst als Motion eingereichte Anliegen wandelte Lerch später in ein weniger verbindliches Postulat um. Dennoch wurde der Vorstoss mit 55 zu 27 Stimmen ohne Enthaltungen abgelehnt.
Die Proponenten aus den Reihen der FDP, SVP und Teilen der Mitte argumentierten, dass sich viele Jugendliche für den schulischen Weg entscheiden würden, weil sie dann mehr Ferien hätten. Dies schwäche die Berufslehre und schade der Wirtschaft. Zudem klagten sie, viele Jugendliche würden den Weg wählen, weil sie nicht wüssten, was sie sonst machen sollten.
Schulen nicht schwächen
Die Gegner von Mitte-Links argumentierten hingegen, man solle den Weg über die Schulen nicht schwächen. Stattdessen solle die Berufslehre endlich modernisiert und attraktiver gemacht werden.
Sie erhielten auch Unterstützung von Caroline Mall (SVP), die sich explizit gegen den Vorstoss aussprach. Aus ihrer Sicht wäre ein solcher Eingriff der falsche Weg. So seien Ferien nicht gleich Ferien und unterrichtsfreie Zeit müsse anderweitig genutzt werden können.
Auch dürfe man die Belastung an den Schulen der Sekundarstufe II nicht unterschätzen, hiess es aus den Reihen der Nein-Mehrheit. Schliesslich sei eine hohe Abschlussquote auf der Ebene ebenfalls im Interesse des Kantons.