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Abacha-Konten: 551 Millionen Dollar vorsorglich gesperrt

Bei der Suche nach Geldern des verstorbenen nigerianischen Diktators Abacha (Bild) sind auf Banken in der Schweiz bisher 551 Millionen Dollar (umgerechnet rund 865 Millionen Schweizer Franken) vorsorglich gesperrt worden.

Bei der Suche nach Geldern des verstorbenen nigerianischen Diktators Sani Abacha (Bild) sind auf Banken in der Schweiz bisher 551 Millionen Dollar (umgerechnet rund 865 Millionen Schweizer Franken) vorsorglich gesperrt worden. Dies sagte der Genfer Untersuchungsrichter Georges Zecchin am Montag (13.12.) zu Westschweizer Presseberichten.

Der Direktor der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK), Daniel Zuberbühler, bezeichnete das Ausmass der Affäre am Montag als «höchst unerfreulich».

Die Kontenblockierungen erfolgten einerseits aufgrund der Verfügung des Bundesamts für Polizeiwesen (BAP) vom vergangenen 13. Oktober, das auf ein nigerianisches Ersuchen reagiert hatte. Anderseits sind seither bei der Meldestelle für Geldwäscherei des Bundes zahlreiche Meldungen eingegangen und an den Genfer Untersuchungsrichter weitergeleitet worden, nachdem die Staatsanwaltschaft des Kantons Genf ein Verfahren wegen Verdachts Geldwäscherei eingeleitet hatte. Wie Zecchin sagte, sind inzwischen rund 120 Konten mit einem Gesamtbetrag von 551 Millionen Dollar von den vorsorglichen Massnahmen betroffen.

Gemäss dem Untersuchungsrichter kamen die Meldungen mit einer Ausnahme – einer Bank in Zürich – von Banken in Genf. Zecchin bestätigte, dass die im «dimanche.ch» genannten Banken zu den meldenden Instituten gehörten. Es handelt sich um die beiden Grossbanken Credit Suisse Group und UBS, die Union Bancaire Privee, die Gotthard-Bank sowie die Auslandbanken Banque Nationale de Paris, Societe Generale, Credit Agricole und Goldman Sachs. Nigeria hat noch bis zum kommenden 13. Januar Zeit, um ein formelles Rechtshilfegesuch beim BAP einzureichen. Der von Nigeria beauftragte Genfer Rechtsanwalt bekräftigte auf Anfrage, dass diese Frist eingehalten werde. Die Eidgenössische Bankenkommission überprüft, ob Banken, die Abacha-Gelder verwalten, die in den Geldwäschereirichtlinien verankerten Vorkehren bezüglich der Potentatengelder eingehalten haben.

SRI und Agenturen

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