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ABB zahlt 7 Mio. Mark in deutschen Zwangsarbeiter- Fonds

Der schwedisch-schweizerische Elektrotechnikkonzern ABB hat 7 Mio. Mark (5,5 Mio. Franken) in den deutschen Zwangsarbeiter-Fonds einbezahlt. Zusätzlich beteiligt sich das weltweit tätige Unternehmen auch am Schweizer Bankenvergleich.

Die Beteiligung der ABB am deutschen Zwangsarbeiter- Fonds erfolgt über die Mannheimer Konzerntochter ABB Deutschland, bestätigte Konzernsprecher Thomas Schmidt am Samstag (29.07.) entsprechende Medienberichte in der Deutschschweizer Presse.

Ein Umsatzpromille

Gemäss deutschem Verteilschlüssel beläuft sich der zu entrichtende Betrag auf ein Promille des Umsatzes im Jahre 1999, was bei der ABB Deutschland aufgerundet 7 Mio. Franken entspricht.

Neben Nestlé, Georg Fischer und Algroup will sich ABB darüber hinaus auch am Bankenvergleich beteiligen, bestätigte Schmidt eine Information der «Aargauer Zeitung». Noch nicht geklärt seien die damit verbundenen Modalitäten.

Swissmem wird aktiv

Aktiv geworden ist auch der Dachverband der Schweizer Maschinenindustrie Swissmem. Am Freitag hat der Verband an alle rund 1000 Mitglieder ein Rundschreiben verschickt, bestätigte Swissmem-Sprecher Heinz Müller einen Bericht des «Tages-Anzeigers».

Dabei fordert der Verband die Mitglieder auf, Nachforschungen in Sachen Zwangsarbeiter anzustellen. Unternehmen, die fündig werden, sollen sich bis zum 25. August beim Special Master Judah Gribetz in New York melden.

Gribetz ist vom New Yorker Richter Edward Korman, der am vergangenen Mittwoch grünes Licht für den Bankenvergleich gegeben hatte, mit der Ausarbeitung des Verteilplans für die rund 1,3 Milliarden Dollar-Vergleichssumme beauftragt worden.

Der Swissmem sei es mit ihrem Rundschreiben darum gegangen, die Mitglieder zu informieren. Es dürften jedoch nicht viele Firmen von der Zwangsarbeiter-Frage betroffen sein, so Müller.

swissinfo und Agenturen

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