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Allianz: Respektables Ergebnis trotz kompetitivem Markt

Trotz Unwettern im Wallis und im Tessin sowie Hagelschäden ist auf der Schadenseite eine Entspannung im Versicherungs-Bereich eingetreten. Keystone

Die Allianz Gruppe Schweiz hat im Jahr 2000 den Gewinn um 6 Prozent auf 134 Mio. Franken gesteigert. Zufrieden war der Versicherer mit dem Nichtleben-Geschäft. SVP-Nationalrat Walter Frey wird in den Verwaltungsrat eintreten.

In einem kompetitiven Markt sei ein respektables Ergebnis erzielt worden, sagte Gerd-Uwe Baden, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Allianz Gruppe, am Freitag (06.04.) an der Bilanz-Medienkonferenz in Zürich.

Im Nichtlebengeschäft stieg der operative Jahresgewinn um 3 Prozent auf von 97 Mio. Franken. Der Bereich Leben steuerte einen Reingewinn von 37 Mio. Franken bei, im Vergleich zu 33 Mio. Franken im Vorjahr.

Im Nichtleben-Geschäft seien erstmals Marktanteile im Motorfahrzeug-Versicherungen-Geschäft dazu gewonnen worden, sagte Baden. Auf der Schadenseite sei nach dem Katastrophenjahr 1999 eine Entspannung eingetreten, obwohl die Unwetter im Wallis und im Tessin sowie Hagelschäden das Ergebnis belasteten. Die Prämien erhöhten sich um 2,3 Prozent auf 1,773 Mrd. Franken.

In der Lebensversicherung sanken die Prämieneinnahmen um 10,2 Prozent auf 1,577 Mrd. Franken. Durch den Anstieg der Kapitalmarktzinsen im ersten Halbjahr 2000 seien die Prämien in der Einzellebensversicherung zurückgegangen, sagte Baden.

Einheitliches Informatiksystem

Der Kostensatz (Kosten in Prozent der Prämieneinnahmen) lag mit 30,9 Prozent auf der Höhe des Vorjahres. Ziel sei aber ein Kostensatz von 26 bis 27 Prozent, sagte Baden.

Kosten senken soll ein einheitliches Informatiksystem, das von der österreichischen Allianz-Tochter übernommen und alle bestehenden Systeme ersetzt. Ein weiteres Projekt soll die Versicherung in der Vermögensverwaltung und -beratung etablieren. Übernahme der Dresdner Bank «sehr gefreut»

Die Übernahme der Dresdner Bank durch die deutsche Muttergesellschaft Allianz habe ihn ausgesprochen gefreut, sagte Baden. In Bezug auf Vorsorge- und Vermögensberatung sei dies ein «Quantensprung». Denkbar sei, dass die Schweizer Allianz-Gruppe Gespräche mit der Dresdner Bank Schweiz aufnehme, um von Bankdienstleistungen zu profitieren.

Erfahrungs-Schatz

Profitieren will die Allianz Gruppe auch vom Erfahrungsschatz des SVP-Nationalrats Walter Frey, der im Verwaltungsrat Einsitz nehmen wird. Sein Unternehmen, die Emil Frey AG, sei seit langem ein Kunde der Berner Versicherung, sagte Baden.

Auf die Frage nach den Versicherungskenntnissen von Frey antwortete Baden, dass einerseits im Verwaltungsrat bereits zwei Versicherungsspezialisten sitzen, andererseits ein dichtes Steuerungs- und Controlling-Netz und die zusätzliche Kontrolle durch den Mutterkonzern in Deutschland bestehe.

swissinfo und Agenturen

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