Ascom steigert Gewinn um 53,8 Prozent
Dank dem Finanzertrag hat der Berner Telekommunikationskonzern Ascom im ersten Halbjahr den Konzerngewinn um 53,8 Prozent auf 60 Mio. Franken gesteigert. Der operative Gewinn war rückläufig, wie Ascom am Montag (04.09.) bekannt gab.
Der Umsatz stieg gemäss Mitteilung um 9,4 Prozent auf 1,499 Mrd. Franken. Der Auftragseingang wuchs um 4,7 Prozent auf 1,534 Mrd. Franken. Der Cash-Flow (selbst erarbeitete Mittel) nahm um 7,4 Prozent auf 101 Mio. Franken zu.
Das Betriebsergebnis sank demgegenüber im ersten Semester um 13,2 Prozent auf 46 Mio. Franken. Dies wurde in der Mitteilung auf den Einfluss von Akquisitionen und Devestitionen sowie auf erhöhte Entwicklungs- und Marketingaufwendungen zurückgeführt.
Auf vergleichbarer Basis hätte ein Plus von 4,5 Prozent resultiert. Der Gewinn aus betrieblicher Tätigkeit – nach Berücksichtigung von Abschreibungen sowie sonstigem Aufwand und Ertrag – sank um 24 Prozent auf 51 Mio. Franken. Nach einem Nettofinanzertrag von 24 Mio. Franken und Steuern von 15 Mio. Franken resultierte ein Konzern-Reingewinn von 60 Mio. Franken.
Die Angestelltenzahl sank um 6,3 Prozent auf 10’557. Die verzinsliche Nettoverschuldung des Konzerns wurde um 39,4 Prozent auf 329 Mio. Franken reduziert, das Eigenkapital um 28,8 Prozent auf 948 Mio. Franken erhöht.
Im Bereich der Powerline Communications (PLC), der Telekommunikation über das Stromnetz, sind die Feldversuche gemäss Mitteilung erfolgreich; die Industrialisierung der ersten Generation von Serienprodukten laufe planmässig. Es lägen Projekte für rund 200’000 Anschlüsse vor; dies entspricht einem Volumen von etwa 150 Mio. Franken.
Die in der Informationstechnologie tätige IT-Security AG erweitert gemäss Mitteilung Produkteprogramm und Vertriebsnetz; ein Börsengang wird frühestens im kommenden Jahr als sinnvoll erachtet. Bei den einzelnen Segmenten wurde das Ergebnis von Service Automation als unbefriedigend bezeichnet. In diesem Bereich seien Effizienzprogramme eingeleitet worden, hiess es dazu, ohne weitere Angaben.
Zuversicht fürs ganze Jahr
Mit Blick aufs ganze Jahr stellte die Konzernleitung gegenüber 1999 einen weiteren Anstieg von Umsatz und Konzerngewinn in Aussicht. Zum operativen Ergebnis bestünden aber noch Unsicherheitsfaktoren auf Grund anhaltender Materialknappheit in der Beschaffung, bei den Effizienzprogrammen in der Service Automation und bei Investitionen in so genannte Venture-Projekte.
swissinfo und Agenturen
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