Bund kaufte erneut mehr Güter im Ausland
Der Bund hat im letzten Jahr erneut mehr Güter im Ausland beschafft. Der Anteil der Auslandeinkäufe stieg um zwei auf 18 Prozent, wie die Beschaffungsstatistik 1999 zeigt. Das Beschaffungsvolumen blieb mit 5,3 Mrd. Franken konstant.
Die Beschaffungsstatistik des Bundes umfasst die Einkäufe der Bundesverwaltung und der SBB AG. Die Verwaltungs- und die Rüstungskäufe erreichten mit insgesamt 4,2 Mrd. Franken das gleiche Volumen wie im Vorjahr, wie die am Mittwoch (09.08.) in der «Schweizer Volkswirtschaft» veröffentlichte Statistik zeigt.
Allerdings stiegen die Beschaffungen der Verwaltung um rund 500
Mio. Franken, während diejenigen des Rüstungsbereichs im gleichen Umfang zurückgingen. Die SBB kauften wiederum für rund 1,1 Mrd. Franken ein.
Insgesamt 82 Prozent der Güter wurden im letzten Jahr im Inland eingekauft. Die Auslandeinkäufe lagen mit einem Anteil von 940 Mio. Franken rund 100 Mio. über dem Vorjahr.
Davon entfielen 849 Mio. Franken auf die Bundesverwaltung und 91 Mio. auf die SBB. Bei den Rüstungsgütern ging bei geringerem Beschaffungsvolumen der Inlandanteil um 650 Mio. zurück. Die Bundesverwaltung gab dagegen 560 Mio. und die SBB 75 Mio. Franken mehr im Inland aus.
Die Bundesverwaltung kaufte deutlich mehr Fahrzeuge (plus 135 Prozent) und Metalle (136 Prozent) ein. Die Wirtschaftsgruppe «Elektronik und Elektrotechnik» wies ebenfalls einen Zuwachs von 15 Prozent aus. Rückläufig waren die Wirtschaftsgruppen «Maschinen und Apparate» (minus zwei Prozent) und EDV-Software (minus 56 Prozent).
Bei den SBB stechen die Beschaffungen von Fahrzeugen (plus 18 Prozent) und Software (plus 32 Prozent) heraus. Auch alle übrigen Gruppen weisen leicht höhere Werte aus.
Wie schon im letzten Jahr machte die Post keine Angaben mehr zu ihren Beschaffungen. Auch die seit letztem Jahr privatisierten Rüstungsunternehmen des Bundes erscheinen nicht mehr in der Statistik.
Seit Anfang 1996 ist das neue Beschaffungsregime des Bundes in Kraft. Es führt dazu, dass mehr und mehr Aufträge des Bundes öffentlich ausgeschrieben werden.
Dies eröffnet dem Bund laut «Schweizer Volkswirtschaft» ein breiteres Angebot aus allen Landesregionen. Die Beschaffungen des Bundes richteten sich heute klar nach dem Wettbewerbsprinzip und nicht nach regionalpolitischen oder nationalen Kriterien.
swissinfo und Agenturen
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