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E-Commerce boomt bei Schweizer Unternehmen

In der Schweiz hat die Zahl der Unternehmen, die elektronischen Handel über das Internet betreiben, stark zugenommen. Insbesondere die Klein- und Mittelbetriebe KMU nutzen immer häufiger das Netz. Das Entwicklungspotential ist aber noch gross.

In der Schweiz hat die Zahl der Unternehmen, die elektronischen Handel über das Internet betreiben, stark zugenommen. Insbesondere die Klein- und Mittelbetriebe KMU nutzen immer häufiger das Netz. Das Entwicklungspotential ist aber noch gross.

Innert knapp einem Jahr hat sich die Zahl der Klein- und Mittelbetriebe (KMU), die das Internet nutzen, mehr als verdoppelt. Gut 30 Prozent der 250’000 KMU in der Schweiz sind laut einer Umfrage der Universität Bern regelmässige Internetnutzer, 14 Prozent planen den Zugang zum Netz demnächst zu realisieren. Damit liegt die Schweiz leicht unter dem europäischen Durchschnitt.

Noch relativ wenig Bedeutung hat bei den KMU der E-Commerce. In einer Ende September durchgeführten Umfrage bei Deutschschweizer Handelsunternehmen gaben nur 3,9 Prozent an, ihren Umsatz zu über 90 Prozent online zu erwirtschaften. 78,7 Prozent der Firmen erzielten bis zu 10 Prozent ihres Umsatzes auf dem Internet.

Business to Business vor dem Durchbruch

Die Umfrage bezog sich auf den Handel von Detaillisten zu Konsumenten (Business to Consumer). Noch wenig Angaben gibt es über den zukunftsträchtigen Handel zwischen Firmen (Business to Business). Hier wird nach Angaben von Pascal Sieber vom Berner Universitätsinstitut für Wirtschaftsinformatik mit einem zehnmal so hohen Umsatz gerechnet. Man könne bereits von einem Boom sprechen; für einen Durchbruch brauche es nicht mehr viel. Noch nie habe sich eine neue Technologie so schnell durchgesetzt.

Von allen Schweizer Handelsunternehmen setzt die Gastro-Grossistin Howeg am meisten im Internet um. Die Firma erwartet nach eigenen Angaben, dass im laufenden Jahr rund 2,5 Prozent des Umsatzes über das Internet abgewickelt werden. Nächstes Jahr erwartet man bereits 15 Prozent. In fünf Jahren dürfte der Anteil 40 bis 50 Prozent betragen. Kunden und Personal hätten sich sehr schnell auf die neue Technologie eingestellt.

Bei der Weiterentwicklung liegen die Probleme nach Ansicht von Pascal Sieber weniger im technologischen als im organisatorischen Bereich. Viele KMU würden vom Gebrauch des Internet abgehalten, weil ihre Partner noch nicht im Netz seien. Viele KMU seien zudem in traditionellen Branchenstrukturen gefangen. Solange Gewinner der momentanen Branchenstruktur nicht durch risikofreudige, innovative Unternehmen konkurrenziert würden, passiere wenig.

Seit ungefähr einem Jahr sei zu beobachten, dass vor allem grössere Unternehmen in E-Commerce investierten.

Um den Firmen den Einstieg in das E-Commerce-Geschäft zu erleichtern, hat das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) im Sommer 1999 ein Projekt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachhochschulen lanciert.

SRI und Agenturen

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