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Gedenkfeiern zum Swissair-Absturz vor einem Jahr

In Kloten und Genf haben am Freitag nachmittag viele Menschen der Opfer und Angehörigen der vor einem Jahr abgestürzten MD-11 der Swissair gedacht. In Kloten fand ein Gedenkgottesdient und in der Genfer Kathedratel Saint-Pierre ein Gedenkkonzert statt.

In Kloten und Genf haben am Freitag nachmittag viele Menschen der Opfer und Angehörigen der vor einem Jahr abgestürzten MD-11 der Swissair vor Halifax gedacht. In Kloten fand ein Gottesdient unter dem Motto ‚ Hoffnung suchen – Hoffnung finden‘ statt. In der Genfer Kathedrale Saint-Pierre versammelten sich rund 600 Personen- unter ihnen auch SAir-Chef Philippe Bruggisser- zu einem Gedenkkonzert.

An der Gedenkfeier in Kloten sagte Swissair- Personalchef Matthias Mölleney, die Zeit nach Halifax habe die Verantwortung des Einzelnen für die Art des gegenseitigen Umgangs bewusst gemacht. Auch heute und in Zukunft gelte es, die Qualität des gegenseitigen Umgangs bewusst zu pflegen. Dies würden sie den Kolleginnen und Kollegen, die in der Bucht vor Peggy’s Cove ums Leben gekommen seien, immer schuldig sein, erklärte Mölleney.

Weiter erinnerte der Swissair-Parsonalchef daran, dass viele Kulturen ein sogenanntes Trauerjahr kennen würden, dessen Abschluss die Rückkehr in die Normalität des Alltags markiere. Aber gerade in einer Zeit, in der es nicht modern sei, zurückzublicken, sondern immer nur möglichst weit nach vorne, erinnere die Begegnung mit dem Tod vielleicht daran, dass unsere
Prioritäten ab und zu auf den Prüfstein gehörten.


Hoffnung suchen – Hoffnung finden

Im Zentrum des Gottesdienstes stand ein Lichterritual: Zwei Familienangehörige von Opfern, MD-11-Chefpilot Christian Stüssi und drei weitere Swissair-
Kadermitglieder entzündeten sechs Hoffnungslichter. Unter der Leitung von Kurt Brogli sorgte die Swissair-Musik mit der Solistin Annelies Reber für die musikalische Umrahmung der Feier.

In Genf versammelten sich am Freitagnachmittag gegen 600 Personen zu einem Gedenk-Konzert in der Kathedrale Saint-Pierre. Nebst rund 80 Angehörigen und Freunden der Absturzopfer nahmen daran unter anderem auch SAir-Chef Philippe Bruggisser und Vertreter der Bundesbehörden teil.

Das Schweizer Jugend-Symphonieorchester spielte eine Brahms-Symphonie. Ein Jahr voll Freude sei kurz, eines voller Tränen scheine unendlich, sagte der Pfarrer einleitend. Am Ausgang erhielten die Teilnehmenden eine weisse Rose und eine Brahms-CD.

SRI und Agenturen

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