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Gesundheitswesen kostet doppelt soviel wie vor 12 Jahren

Die Kosten des Gesundheitswesens haben sich zwischen 1985 und 1997 verdoppelt - auf 38 Milliarden Franken. Ihr Anteil am Bruttoinlandprodukt wuchs von 8,1 auf 10,2 Prozent. Dies sind die Hauptergebnisse einer Studie des Bundesamtes für Statistik (BfS).

Die Kosten des Gesundheitswesens haben sich zwischen 1985 und 1997 verdoppelt – auf 38 Milliarden Franken. Ihr Anteil am Bruttoinlandprodukt wuchs von 8,1 auf 10,2 Prozent. Dies sind die Hauptergebnisse einer Studie des Bundesamtes für Statistik (BfS).

Auf der Ebene der Leistungserbringer lässt sich das Gesundheitswesen aufteilen auf ambulate Behandlung, die 39,7 Prozent der Leistungen ausmacht, auf stationäre Behandlung (53,4 Prozent) und auf direkte Dienstleistungen von Staat und Sozialversicherungen (6,9 Prozent).

Die Kosten stiegen 1985-1997 bei den stationären Einrichtungen um 114,5 Prozent, bei den Dienstleistungen von Staat und Versicherungen um 107,7 und bei der ambulanten Behandlung um 97,5 Prozent, heisst es in der BfS-Studie. In den letzten vier Jahren stiegen die Kosten für ambulate Behandlung allerdings stark. Auf der Direktzahlerebene leisteten die Sozialversicherungen 1997 mit 58,7 Prozent der Kosten den Löwenanteil (Krankenkassen 48,3 Prozent, der Rest von Unfallversicherung und AHV/IV.). Es folgten die Haushalte mit 23,8, die öffentliche Hand mit 15,4 und das Ausland (für in der Schweiz hospitalisierte Ausländer) mit 2,1 Prozent.

Was die effektive wirtschaftliche Belastung angeht, so trugen die Haushalte im Endeffekt 1997 fast zwei Drittel (65,9 Prozent) der Gesundheitskosten. Die Prämien der Krankenkassen machten den Hauptbestandteil dieser Zahlungen aus. Die Unternehmungen trugen 6,8 Prozent bei – hauptsächlich mit Unfallversicherungs-Beiträgen. Der staatliche Beitrag an die wirtschaftliche Belastung wird mit 24,9 Prozent veranschlagt – einschliesslich der Subventionen an die Krankenversicherung. Auf 2,1 Prozent belief sich der Anteil des Auslandes, auf 1,3 Prozent die Eigenfinanzierung der Krankenkassen.

SRI und Agenturen

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