Gewerkschaft lanciert Kita-Petition
Die Gewerkschaft VPOD und der schweizerische Kindertagesstättenverband (KiTaS) fordern eine ausreichende Finanzierungsgrundlage für die familienergänzende Kinderbetreuung. Sie starteten deshalb eine Unterschriftensammlung.
Für die Betreuung des Nachwuchses in Kindertagesstätten soll der Bund jährlich mindestens ein Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) zur Verfügung stellen, also rund fünf Mrd. Franken.
Dies verlangen die beiden Organisationen mit einer Petition, welche die Gewerkschaft VPOD und der schweizerische Kindertagesstättenverband (KiTaS) am Montag lancierten.
Ausgaben für die familienergänzende Kinderbetreuung in dieser Höhe würden den Empfehlungen der Europäischer Union (EU), der Organisation für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) sowie der Kinderhilfsorganisation der UNO (Unicef) entsprechen, hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung .
In der Schweiz würden noch Tausende von Betreuungsplätzen fehlen, insbesondere in Kindertagesstätten, sagte die sozialdemokratische St. Galler Nationalrätin und KiTaS-Präsidentin Hildegard Fässler.
«Mehr Mittel sollen auch dazu beitragen, dass familienergänzende Kinderbetreuung für alle bezahlbar wird und Elternbeiträge gesenkt werden können», erklärte die Zürcher SP-Nationalrätin und VPOD-Präsidentin Christine Goll.
Die angestrebten Bundesmittel sollten laut Bittschrift für den quantitativen und qualitativen Ausbau des Betreuungsangebots zur Verfügung stehen, also gut ausgebildetes Personal, die Betreuung in kleinen Gruppen und eine angemessene Infrastruktur.
swissinfo.ch und Agenturen
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