Helvetia Patria stärkt Position in Spanien
Die Versicherungsgruppe Helvetia Patria will die spanische Versicherungsgesellschaft Prevision Espanola ganz übernehmen. Der Kaufpreis beträgt rund 200 Millionen Franken, wie Helvetia Patria am Dienstag (21.12.) mitteilte.
Die Versicherungsgruppe Helvetia Patria will die spanische Versicherungsgesellschaft Prevision Espanola für rund 200 Millionen Franken ganz übernehmen. Die Gesellschaft empfiehlt ihren Aktionären, das Übernahmeangebot anzunehmen, wie Helvetia Patria am Dienstag (21.12.) mitteilte.
Nach der Übernahme des nordspanischen Versicherers La Vasco Navarra im letzten Jahr will die Helvetia Patria in Spanien weiter wachsen. Prevision Espanola soll ganz in den Besitz der Gruppe übergehen, nachdem die beiden Gesellschaften seit über 40 Jahren zusammenarbeiten. Bisher hielt Helvetia Patria an der Versicherungsgesellschaft mit Sitz im südspanischen Sevilla eine Beteiligung von 30 Prozent und war ihre grösste Einzelaktionärin. Die restlichen Aktien befinden sich im Besitz von 800 Familien- und Privataktionären.
Die 1883 gegründete Allbranchen-Versicherungsgesellschaft Prevision Espanola weist ein Prämienvolumen von 240 Millionen Franken aus. Sie ist vor allem in Südspanien verankert und ergänzt die in Nordspanien tätige La Vasco Navarra optimal, wie es in der Mitteilung heisst. La Vasco Navarra, die bis Ende Jahr in die Helvetia CVN Seguros zusammengeführt wird, weist ein Prämienvolumen von 175 Millionen Franken auf. Mit einem Prämienvolumen von insgesamt über 400 Millionen Franken wird Helvetia Patria zu den 30 grössten Versicherern Spaniens gehören.
Mittelfristig erwartet Helvetia Patria von der Übernahme nachhaltige Synergien, unter anderem in der Geschäftsabwicklung, der Produkteentwicklung, dem Informatikeinsatz, den Finanzanlagen und im Vertrieb. Das Prämienvolumen im Lebengeschäft werde sich vervierfachen, womit sich die Attraktivität für die geplante Zusammenarbeit mit einem Bankpartner erhöhe.
Prevision Espanola konzentriert sich hauptsächlich auf Geschäfts- und Privatkunden. Ihr Versicherungsportfeuille setzt sich aus 35 Prozent Motorfahrzeugversicherungen, 25 Prozent Leben- und 40 Prozent Nicht-Lebengeschäften zusammen. In diesem Jahr wird ein Prämienwachstum von sieben Prozent erwartet. Das Unternehmen beschäftigt 370 Leute und soll mit dem bisherigen Management weitergeführt werden.
Die Helvetia-Gruppe beschäftigt knapp 4.800 Leute und erwirtschaftet Gesamtprämien von über vier Milliarden Franken. Neben dem Heimmarkt konzentriert sich das Unternehmen hauptsächlich auf Zentral- und Südeuropa.
SRI und Agenturen
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