Immer noch kein deutlicher Aufschwung in der Maschinenindustrie
Auch im dritten Quartal 1999 lässt der Aufschwung in der Schweizerischen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie auf sich warten. Zwar stieg der Auftragseingang um 0,8 Prozent leicht an. Kumuliert blieb jedoch ein Rückgang. von fünf Prozent.
Auch im dritten Quartal 1999 lässt der Aufschwung in der Schweizerischen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie weiter auf sich warten. Zwar stieg der Auftragseingang um 0,8 Prozent leicht an. Kumuliert blieb jedoch ein Rückgang. von fünf Prozent in den ersten neun Monaten.
Als Grund für die schleppende Erholung nennt der Dachverband Swissmem am Dienstag (16.11.) die nur langsam in Fahrt kommende Konjunktur in den wichtigsten EU-Ländern. Die Zurückhaltung im Investitionsverhalten weiche langsamer als erwartet einer positiven Beurteilung der Zukunftsaussichten. Während die grossen Märkte wie Deutschland, Frankreich, Italien oder Grossbritannien die in sie gesetzten Erwartungen noch nicht erfüllen konnten, brachen Märkte in Ost- Und Südosteuropa teilweise dramatisch ein. Unter anderen verzeichnete Russland ein Minus von gut 39 Prozent, die Slowakei ein Minus von 32,7 Prozent und die Türkei gar ein Minus von 52 Prozent.
Die Auslandaufträge gingen um 4,7 Prozent, die Inlandbestellungen um 7,8 Prozent zurück, wie die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (Swissmem) am Dienstag bekanntgab. Immerhin verzeichneten die 180 Meldefirmen mit der Steigerung der Auftragseingänge im dritten Quartal 1999 die erste Zunahme seit Sommer 1998.Dieses leichte Anziehen, die Wachstumsdynamik in den USA und die positiven Zeichen aus den wichtigen EU-Märkten gäben zur Hoffnung Anlass, schreibt Swissmem weiter. Die einjährige Phase kontinuierlicher Bestellungsrückgänge sollte damit beendet sein. Für die nächsten Quartale rechnet die Branche wieder mit einem kräftigeren Wachstum.
Auch der Umsatz lag im dritten Quartal als Folge der schlechten Auftragslage in den vorangegangenen Quartalen deutlich unter dem Vorjahreswert, nämlich um 11,5 Prozent. Im Inland lief das Geschäft mit einem Einbruch von 19,6 Prozent dabei deutlich schlechter als im Export, wo die Umsätze um 8,7 Prozent zurückgingen.
Positiver entwickelten sich die asiatischen Länder. Die Absätze konnten sich laut Mitteilung auf tiefem Niveau konsolidieren und befinden sich auf einem «verhaltenen Wachstumspfad». Die Ausfuhren in diese Region erreichten wieder den Stand von 1990, wobei einzelne Staaten den vor zwei Jahren eingesetzten Einbruch kompensierten. Die Nachfrage in Malaysia stieg um 47,7 Prozent, in China um 35,5 Prozent und in Südkorea um 14,3 Prozent. Die Funktion der Lokomotive übernahm die weiterhin robuste US-Wirtschaft. Die Nachfrage wachse seit 1991 kontinuierlich, bis Endes September dieses Jahres seien wiederum 16,8 Prozent mehr Güter als während der Vorjahresperiode exportiert worden.
Laut Swissmem gibt es Anzeichen, dass die seit einem Jahr anhaltende Phase der kontinuierlichen Bestellungrückgänge zu Ende geht. Anlass zu Hoffnung gebe das leichte Anziehen der Bestellungen im dritten Quartal, die Wachstumsdynamik in den USA sowie die positiven Zeichen aus den wichtigsten EU-Märkten. Für das vierte Quartal wird mit einem kräftigen Wachstum der Auftragseingänge gerechnet.
SRI und Agenturen
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