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Katastrophenprävention: Neue Organisation am Gotthard

Auf der dicht befahrenen Transitroute am Gotthard soll in den kommenden zwei Jahren die Chemie- und Schadenwehr neu organisiert werden. Geplant ist eine kantonsübergreifende Struktur mit einer zentralen Leitung.

Auf der dicht befahrenen Transitroute am Gotthard soll in den kommenden zwei Jahren die Chemie- und Schadenwehr neu organisiert werden. Geplant ist eine kantonsübergreifende Struktur mit einer zentralen Leitung, wie der Kanton Uri am Dienstag (02.11.) mitteilte.

Mit der Neuorganisation der Rettungsdienste soll die Bekämpfung von Brandkatastrophen, wie sie sich jüngst im Mont-Blanc- und im österreichischen Tauern-Tunnel ereignet haben, möglichst optimal organisiert werden. Die Chemiewehr Gotthard soll sich dabei auch in Zukunft auf das Personal der Schadenwehr Gotthardstrassentunnel, die Betriebsfeuerwehr der Schweizerischen Bundesbahnen SBB und die Chemiewehrstützpunkte Altdorf und Bellinzona abstützen.

Die Schadenwehr Gotthardstrassentunnel soll ihrerseits auf den bestehenden Werkhoffeuerwehren in Göschenen und Airolo aufgebaut und unter ein einheitliches Kommando gestellt werden. Sie soll nach den vorliegenden Plänen den Schadendienst auf der Nationalstrasse zwischen Amsteg und Giornico und den Chemiewehr-Ersteinsatz im Gotthardgebiet, inbesondere auf der Nationalstrasse und auf dem SBB-Areal, übernehmen.

Die Urner Kantonsregierung hat das Konzept für eine neue Schadenwehr am Gotthard am vergangenen 19. Oktober genehmigt, wie es in der Mitteilung heisst. Sie folgte damit dem Tessiner Staatsrat, der die Neuorganisation bereits Anfang September gutgeheissen hatte. Die SBB ihrerseits hatten sich im letzten Jahr bereit erklärt, der besonderen Situation am Gotthard Rechnung zu tragen und sich finanziell ebenfalls an einem Chemiewehrstützpunkt Gotthard zu beteiligen.

Die Genehmigung der beiden Kantone Uri und Tessin zum Aufbau einer neuen Rettungsorganisation erfolgte zunächst unter dem Vorbehalt der ebenfalls erforderlichen Zustimmung durch das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) sowie der Budgetgenehmigung in den beiden Kantonen.

SRI und Agenturen

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