Lausanner Konjunkturforscher: Wachstum beschleunigt sich
Die Schweizer Wirtschaft wird dieses Jahr auch nach den Erwartungen des Konjunkturforschungsinstituts Crea rascher wachsen als noch im vergangenen Herbst. Crea korrigierte ihre Prognose von plus 1,7 auf plus 2,5 Prozent. Die Inflation soll anziehen.
Die Schweizer Wirtschaft wird dieses Jahr auch nach den Erwartungen des Konjunkturforschungsinstituts Crea rascher wachsen als noch im vergangenen Herbst. Crea korrigierte am Donnerstag (13.04.) in Lausanne ihre Wachstumsprognose von plus 1,7 auf plus 2,5 Prozent, erwartet aber 2001 eine Abflachung. Die Inflation soll anziehen.
Das Lausanner Universitätsinstitut liegt mit seiner Frühlingsprognose zum Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) eher am oberen Ende der Voraussagen. Die tragende Rolle der Aussenwirtschaft für das Wirtschaftswachstum wurde in der jüngsten Crea-Prognose akzentuiert. Das Exportwachstum soll um 7,3 (Herbstprognose: 4,8) Prozent betragen; die Importe dürften um 5,8 Prozent ansteigen.
Der private Konsum soll um 1,8 (0,9) Prozent zulegen. Die Gesamtinvestitionen sollen laut Crea um 4,1 Prozent wachsen. Für die Ausrüstungsinvestitionen wird ein Plus von 5,9 Prozent erwartet, für die Bauinvestitionen plus 2,2 Prozent; der Bausektor profitiert laut Crea unter anderem von den Schäden des Sturms «Lothar» vom vergangenen 26. Dezember.
Auch die Inflationserwartung wurde nach oben korrigiert. Der Konsumentenpreisindex soll dieses Jahr um durchschnittlich 1,3 Prozent steigen. Im Herbst 1999 wurde noch von plus 0,6 Prozent ausgegangen. Die Arbeitslosenquote soll auf 2,3 Prozent zurückgehen.
Nächstes Jahr soll das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) auf 2,0 Prozent abflachen, womit die Prognose am unteren Ende der Erwartungen anderer Institute liegt; noch letzten Oktober hatte Crea für 2001 ein Wachstum von 2,2 Prozent in Aussicht genommen. Für 2001 wird eine Abflachung des Wachstums erwartet.
Das Wachstum des Privatkonsums soll noch 1,5 Prozent betragen. Das Exportwachstum geht laut Crea auf plus 3,8 Prozent zurück, das Importwachstum ebenfalls. Die Inflation legt laut den Erwartungen auf plus 1,7 Prozent zu. Die Arbeitslosenquote soll auf 2,3 Prozent verharren.
swissinfo und Agenturen
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