Lehrstellen-Initiative mit 113 000 Unterschriften eingereicht
Mit 113'000 beglaubigten Unterschriften ist am Dienstag (26.10.) die sogenannte Lehrstellen- Initiative eingereicht worden. Die Initiative zur Bekämpfung des Lehrstellen- Mangels fordert eine Beteiligung aller Unternehmen an den Ausbildungskosten.
Mit 113’000 beglaubigten Unterschriften ist am Dienstag (26.10.) die sogenannte Lehrstellen- Initiative eingereicht worden. Die Initiative zur Bekämpfung des Lehrstellen- Mangels fordert eine Beteiligung aller Unternehmen an den Ausbildungskosten.
Wie das Initiativ- Komitee, das sich aus Vertretern der Jugendorganisationen verschiedener Gewerkschaften zusammensetzt, an einer Medienkonferenz mitteilte, beteiligen sich 80 Prozent der Unternehmen nicht an den Ausbildungskosten.
Auch diesen Sommer hätten in der Schweiz rund 6’500 Lehrstellen gefehlt, weil immer weniger Betriebe Lehrlinge ausbildeten. Während sich 1985 noch 33 Prozent aller Betriebe um die Ausbildung der künftigen Berufsleute gekümmert hätten, seien es zehn Jahre später nur noch 21 Prozent gewesen. Ausgebildete Berufsleute bräuchte jedoch jeder Betrieb, weshalb die Initiative auch eine Beteiligung aller Unternehmen an den Ausbildungskosten fordere. Würde die Initiative angenommen, müssten diejenigen Betriebe, die keine oder zu wenige Lehrstellen anbieten, eine Abgabe in einen Berufsbildungsfonds leisten. Dieses Geld würde dann von den Kantonen zusammen mit den Sozialpartnern in Massnahmen zur Schaffung von Lehrstellen investiert, hiess es an der Medienorientierung weiter.
Parallel zur Initiative wurde eine Petition eingereicht, damit die direkt vom Lehrstellenmangel betroffenen, jedoch nicht stimmberechtigten Jugendlichen (unter 18-Jährige, Ausländerinnen und Ausländer) das Anliegen unterstützen konnten.
Die Lehrstellen- Initiative war im August 1998 unter anderem von den Jungsozialisten, den Jugendkommissio- nen der Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) und des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes sowie des Komitees gegen Jugendarbeitslosigkeit lanciert worden.
SRI und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch