Mehrheit wünscht «Schweizersteuern»
Eine Umfrage zeigt, dass eine Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer in allen Kantonen gleich hohe Steuern will. Weiter ist die Mehrheit zufrieden mit dem Preis-Leistungsverhältnis zwischen Steuern und erbrachten Staatsaufgaben.
Die Steuerbelastung soll in allen Kantonen gleich hoch sein. Dafür plädieren 52% von 2’016 befragten Wahlberechtigten. Dies zeigt eine Studie des Finanzdepartementes, EDF.
37% sprechen sich für gewisse und lediglich 7% für beliebige Unterschiede aus. Der Trend zur Vereinheitlichung ist dabei in der Deutschschweiz (54%) und bei den Frauen (58%) deutlich stärker als in der Romandie (46%) und bei den Männern (46%).
Preis-Leistungsverhältnis bei Steuern stimmt
Für knapp 70% der Befragten stimmt hingegen das Verhältnis zwischen bezahlten Steuern, Gebühren und Abgaben einerseits und erhaltener staatlicher Gegenleistung andererseits. Knapp ein Viertel der Befragten ist eher unzufrieden damit.
Steuerstandort Schweiz wird unterschätzt
Laut EFD sind sich die Befragten des im internationalen Vergleich relativ günstigen Schweizer Steuerniveaus nicht bewusst. Nur 35% wissen, dass das Steuerniveau in der Schweiz geringer ist als im Durchschnitt der EU-Länder. 30% stufen die Schweiz schlechter ein, 22% sehen keinen Unterschied.
Ein ähnliches «Informationsdefizit» besteht gemäss EFD auch beim Vergleich des Schweizer Steuerniveaus mit jenem der Nachbarländer. Nicht einmal jeder Dritte weiss um die niedrigere Steuerlast in der Schweiz. Ein Viertel schätzt die Schweiz gar schlechter ein.
Bankgeheimnis ist ok
Fast 60% der Befragten sind für die Weiterführung des Bankgeheimnisses in seiner heutigen Ausgestaltung. Für eine generelle Aufhebung des Bankgeheimnisses sprechen sich 10% aus, für eine Aufhebung bei Steuer-Hinterziehung sind es 25 Prozent. 24% sind für eine Aufhebung nur für ausländische Steuerhinterzieher.
swissinfo und Agenturen
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