OECD korrigiert Prognose für die Schweiz nach oben
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Konjunkturprognose für die Schweiz deutlich nach oben korrigiert. Für das laufende Jahr wird ein Realwachstum von 2,8 Prozent, für 2001 von 2,6 Prozent vorausgesagt.
Verglichen mit der im vergangenen Dezember veröffentlichten Prognose erwarten die Pariser Konjunkturexperten damit für das laufende Jahr eine um einen vollen Prozentpunkt höhere Zunahme des realen Bruttoinlandprodukts.
Vor allem die Exporte dürften gemäss dem am Dienstag (30.05.) in Paris veröffentlichten Halbjahresausblick wesentlich stärker wachsen, als ein halbes Jahr zuvor angenommen. Zuversichtlich ist die Organisation auch bezüglich der Entwicklung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt.
Die durchschnittliche Arbeitslosenquote dürfte nach 2,0 Prozent im laufenden Jahr weiter sinken und 2001 einen Tiefpunkt von 1,75 Prozent erreichen. Die Teuerung sollte mit mittleren Raten von 1,6 und 1,8 Prozent unter der von der Nationalbank definierten Grenze für die Preisstabilität von zwei Prozent bleiben.
Als grössten Risikofaktor für Abweichungen von der Prognose bezeichnet die OECD den Wechselkurs des Schweizer Frankens. Den für die Wirtschaftspolitik verantwortlichen Behörden raten die Pariser Experten, den Wettbewerb in den geschützten Sektoren der Schweizer Wirtschaft weiter zu fördern.
swissinfo und Agenturen
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