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Post-Chef fordert Bundeshilfe für Aufbau der Postbank

Für den Aufbau der Postbank ist die Post auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Keystone

Der Bund soll den Aufbau der Postbank finanziell unterstützen. Die Post habe das gleiche Anrecht auf Bundeshilfe wie die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und das Telekommunikations-Unternehmen Swisscom, begründet Post-Chef Ulrich Gygi seine Forderung.

«Am liebsten wäre es mir natürlich, wenn wir den Aufbau unserer Postbank selber finanzieren könnten», sagte Gygi in einem am Samstag (26.08.) veröffentlichten Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung». Dies sei jedoch angesichts der schlechten Rentabilität mittelfristig schlicht ausgeschlossen, weshalb man auf eine Kapitalisierung angewiesen sei.

«Ich finde, wie haben das gleiche Recht wie die SBB und die Swisscom, in die echte Unabhängigkeit geschickt zu werden mit einer Ausstattung, wie sie eben im Wettbewerb nötig ist.»

Von ihrem Eigner stünde der Post das Startkapital für eine Postbank und Gelder zur Deckung der Lücken in der Pensionskasse im Sinne der Gleichbehandlung zu.

Strategische Planung verbessern

Die Schweizer Post brauche die Postbank für die Sicherung des Service public, sagte Gygi weiter. Im Übrigen habe er sich in seinen ersten 50 Amtstagen über die strategische Planung der Post gebeugt und festgestellt, dass sie unbefriedigend sei.

Er habe ein Programm zur Verbesserung der Planung eingeleitet. Resultate sollten Ende November vorliegen. Zudem sei das «Projekt Vision 2007» aufgegleist worden, das sich mit der Zukunft der Post befasse. Konkrete Resultate zu den in Prüfung befindlichen Alternativen zu Vollpoststellen erwartet Gygi bis spätestens Ende Jahr.

1998 waren aus dem ehemaligen Bundesbetrieb PTT zwei getrennte Unternehmen entstanden: Die Post wurde zu einer selbständigen Bundesanstalt, die Telecom unter dem Namen Swisscom zu einer teilprivatisierten Aktiengesellschaft.

swissinfo und Agenturen

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