SBB investiert 100 Mio. Franken in Brünigbahn
Mit Investitionen von 100 Mio. Franken wollen die SBB die Brünigbahn bis ins Jahr 2005 aus den roten Zahlen bringen. Der Automatisierungsgrad soll erhöht werden, wie die SBB am Donnerstag (21.09.) an einer Pressekonferenz in Luzern erklärten.
30 bis 40 Stellen würden abgebaut. Entlassungen gebe es nicht.
Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB wollen die einzige Schmalspurbahn in ihrem Netz mit produktivitäts- und ertragssteigernden Massnahmen für die Zukunft rüsten. Bis 2005 soll die Brünigbahn laut SBB schwarze Zahlen schreiben und dann in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden.
Zum Erreichen dieser Ziele wurde ein neues Management eingesetzt. Bis zur Wahl des neuen Leiters im kommenden November werde der Geschäftsbereich Brünig interimistisch durch Marc Strasser, Chef Finanzen und Controlling, geleitet. Innerhalb der SBB AG wird die Brünigbahn, die seit 1997 als selbständiger, ergebnisverantwortlicher Geschäftsbereich geführt wird, neu dem Geschäftsbereich Regionalverkehr unterstellt.
Im Personenverkehr wollen die SBB den Aufwand der Brünigbahn durch optimierten und flexibilisierten Einsatz des Personals reduzieren. Im Bereich des Rollmaterials sollen durch den Abbau von Überkapazitäten, strukturelle Anpassung sowie punktueller Auslagerung die Kosten gesenkt werden. Mit Angeboten für Touristen, Firmen und Pendlern sowie Fahrzeugwerbung sollen zudem die Erträge der Brünigbahn, die auf der Strecke zwischen Luzern und Interlaken Ost verkehrt, gesteigert werden. Der Güterverkehr werde mit der SBB neu geregelt.
Zudem soll die ganze Linie ferngesteuert und die Zugsicherung ausgebaut werden. Um die Kapazitäten wie geplant zu erhöhen, müsse ausserdem die Linie im Raum Horw doppelt geführt werden. Für den Regionalverkehr würden neue Talpendelzüge beschafft.
Mit diesen Massnahmen ist laut SBB ein Abbau des Personalbestands von heute 220 um 30 bis 40 Stellen verbunden. Dieser soll teilweise mit natürlichen Fluktuationen erreicht werden. Andere Arbeitnehmer würden sich mit dem Projekt «Chance» neu orientieren können.
swissinfo und Agenturen
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