Schweiz bleibt ein attraktiver Wirtschaftsstandort
Die Schweiz ist nach Deutschland der attraktivste Wirtschaftsstandort der Welt. Dennoch sind Investoren zurückhaltender und kritischer geworden. Das ist das Resultat einer Studie der Beratungsfirma Ernst & Young.
Ausländische Manager schätzen die politische Stabilität und die Rechtssicherheit sowie die Lebensqualität und das soziale Klima der Schweiz, wie die Studie deutlich macht. Nachholbedarf hat die Schweiz dagegen bei Innovation und Unternehmergeist.
Die globale Wirtschaftskrise hat einen negativen Einfluss auf die Investitions-Vorhaben: Der Anteil der Unternehmen, die ziemlich sicher nicht in der Schweiz investieren würden, hat sich seit 2007 von 26 auf 50% erhöht. Von den 700 befragten Unternehmen sind gut 200 in der Schweiz tätig.
23% der Umfrageteilnehmer sagten zudem, die Qualität der Schweiz als Investitionsstandort sei schlechter geworden. 2007 fanden dies nur 15%. Die Autoren der Studie führen dies zumindest teilweise auf die Steuerkonflikte zurück, welche die Schweiz jüngst mit mehreren Staaten ausgefochten hatte und die zur Aufweichung des Bankgeheimnisses führten.
swissinfo.ch und Agenturen
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