Swissair bleibt auch ein Jahr nach dem Absturz von SR111 eine attraktive Partnerin für Allianzen
Die Schweizer Fluggesellschaft Swissair sei nach wie vor eine attraktive Partnerin für Allianzen im Fluggeschäft, sagte Swissair-Chef Jeffrey Katz (Bild) am Rande der Gedenkanlässe für die Opfer des SR111-Absturzes in Halifax.
Die Schweizer Fluggesellschaft Swissair sei nach wie vor eine attraktive Partnerin für Allianzen im Fluggeschäft, sagte Swissair-Chef Jeffrey Katz (Bild) am Rande der Gedenkanlässe für die Opfer des SR111-Absturzes in Halifax.
Katz hatte – zusammen mit Hannes Goetz, dem Verwaltungsratspräsidenten der SAirGroup – an den Gedenkfeiern in Kanada teilgenommen.
Finanziell bedeute der SR111-Absturz ’nicht nichts, emotionell aber viel mehr‘, erklärte Jeffrey Katz am Donnerstagabend (02.09.) nach der offiziellen Gedenkfeier in Halifax vor den Medien. Die Tragödie habe vieles verändert; die Swissair sei menschlich eine stärkere Fluggesellschaft geworden.
Dank loyalen Kunden sei die Swissair auch ein Jahr nach der Katastrophe nach wie vor eine starke Marke und eine attraktive Partnerin für Allianzen. Swissair habe auch schnellen Zugang zu Partnern in aller Welt, auch in den USA, sagte Katz mit Blick auf den teilweisen Absprung von Delta aus der Allianz mit Swissair und der erwarteten engeren Zusammenarbeit mit American Airlines.
Katz räumte in Halifax aber ein, weiterhin eine halbe Ehe mit Delta und American Airlines zu führen, sei kaum denkbar. Er wollte sich aber nicht auf eine Präferenz festlegen lassen: ‚Alle drei grossen US-Airlines wären gleich gute Partner für die Swissair, star sind sie alle‘.
Laut Katz will die Swissair auch ihre Strategie mit Beteiligungen und Zusammenarbeit mit kleineren europäischen Airlines weiterführen.
Katz und auch SAirGroup-Verwaltungsratspräsident Goetz nahmen in Kanada an verschiedenen Gedenkfeiern zum ersten Jahrestag des SR111-Absturzes teil. Vor Ort führten sie aber auch Gespräche mit den Behörden, die die Absturzursache untersuchen. Laut Goetz haben die Swissair-Verantwortlichen dabei nichts Neues erfahren.
In Bezug auf die hängigen Klagen gegen Swissair und den Flugzeughersteller Boeing erklärte Jeffrey Katz, er hoffe, dass es bald zu Einigungen mit den auf Schadenersatz klagenden Angehörigen der Flugzeugkatastrophe komme.
SRI und Agenturen
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